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SOPIRA® Citocartin® 1:200.000 (grün)

Artikelnummer:90885
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Artikelnummer:
90885
Hersteller-Artikelnr.:
66039292
Produktgruppe:
Anästhetika
Verpackungsart:
Packung
Lieferumfang
50 x 1,7 ml Zylinderampulle

Produktbeschreibung

Lokalanästhetikum zur Infiltrations- und Leitungsanästhesie

Kurzbeschreibung:

SOPIRA® Citocartin® 1:200.000 ist ein Lokalanästhetikum zur Infiltrations- und Leitungsanästhesie in der Zahnheilkunde bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 4 Jahren. Die Injektionslösung kombiniert 40 mg/ml Articainhydrochlorid mit 5 Mikrogramm/ml Epinephrin und ist für Routineeingriffe wie unkomplizierte Einzel- und Reihenextraktionen sowie Kavitäten- und Kronenstumpfpräparationen indiziert. Das Arzneimittel wird in Patronen (Zylinderampullen) mit jeweils 1,7 ml Injektionslösung angeboten.

Eigenschaften und Wirkung:

  • Lokalanästhetikum vom Amid-Typ mit Articain und Epinephrin als Vasokonstriktor
  • Articain blockiert reversibel die Schmerzleitung
  • Hemmung der Entstehung und Weiterleitung des Aktionspotentials durch Blockade von Natriumkanälen und mit geringerer Empfindlichkeit von Kaliumkanälen
  • Rascher Wirkungseintritt mit einer Latenzzeit von etwa 3 Minuten
  • Anästhesiedauer der Kombination von Articainhydrochlorid und Epinephrin zwischen 45 und 75 Minuten, abhängig von der Konzentration des Vasokonstriktors
  • Epinephrin reduziert Blutungen während des Eingriffs, verlangsamt den Übertritt von Articain in den Blutkreislauf und ermöglicht dadurch die längere Aufrechterhaltung einer wirksamen Konzentration im Gewebe
  • Maximale Plasmakonzentration von Articain innerhalb von 17 Minuten nach submuköser Applikation
  • Plasmaproteinbindung von Articain 95 %
  • Eliminationshalbwertszeit nach submuköser Verabreichung etwa 30 Minuten
  • Metabolisierung von Articain hauptsächlich im Plasma durch Cholinesterasen zu Articainsäure und anschließend zu Articainglucuronsäure
  • Elimination von Articain innerhalb von 12 bis 24 Stunden
  • Etwa 80 % der Dosis werden über den Urin ausgeschieden, davon 64 % als Articainsäure

Aufbewahrung und Haltbarkeit:

  • Haltbarkeit 2 Jahre
  • Unmittelbar nach dem Öffnen verwenden
  • Nicht über 25 °C lagern
  • Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren
  • Patronen im Umkarton aufbewahren

Darreichungsform und Packungsinhalt:

  • Sterile, isotonische, klare und farblose wässrige Injektionslösung
  • pH-Wert zwischen 3,0 und 4,5
  • Patrone (Zylinderampulle) aus farblosem Neutralglas Klasse I
  • Verschluss aus Stopfen und Gummischeibe aus Bromobutylgummi sowie Aluminiumkapsel
  • 50 Patronen mit je 1,7 ml Injektionslösung

Zusammensetzung:

Arzneimittelwirksame Bestandteile

1 ml Injektionslösung enthält:

  • 40 mg Articainhydrochlorid
  • 5 Mikrogramm Epinephrin als Epinephrinhydrogentartrat

Eine Patrone mit 1,7 ml Injektionslösung enthält:

  • 68 mg Articainhydrochlorid
  • 8,5 Mikrogramm Epinephrin

Sonstige Bestandteile

  • Natriummetabisulfit (Ph. Eur.)
  • Natriumchlorid
  • Wasser für Injektionszwecke
  • Salzsäure 2 % (E 507) zur pH-Einstellung
  • 1 ml Injektionslösung enthält 0,5 mg Natriummetabisulfit und 0,39 mg Natrium
  • Eine Patrone mit 1,7 ml enthält 0,85 mg Natriummetabisulfit und 0,66 mg Natrium

Anwendungsbereiche:

  • Lokalanästhesie in der Zahnheilkunde
  • Infiltrationsanästhesie
  • Leitungsanästhesie
  • Unkomplizierte Einzelextraktionen
  • Unkomplizierte Reihenextraktionen
  • Kavitätenpräparationen
  • Kronenstumpfpräparationen
  • Anwendung bei Erwachsenen
  • Anwendung bei Jugendlichen von 13 bis 18 Jahren
  • Anwendung bei Kindern ab 4 Jahren

Gegenanzeigen:

SOPIRA® Citocartin® 1:200.000 darf nicht angewendet werden:

  • Bei Überempfindlichkeit gegen Epinephrin, Articainhydrochlorid, Natriummetabisulfit oder einen der sonstigen Bestandteile
  • Bei bekannter Allergie oder Überempfindlichkeit gegen andere Lokalanästhetika vom Amid-Typ
  • Bei schweren Störungen des Reizbildungs- oder Reizleitungssystems am Herzen, beispielsweise AV-Block 2. und 3. Grades oder ausgeprägter Bradykardie
  • Bei akuter dekompensierter Herzinsuffizienz
  • Bei schwerer Hypotonie
  • Bei Myasthenia gravis
  • Bei paroxysmaler Tachykardie
  • Bei kürzlich erlittenem Myokardinfarkt
  • Bei kürzlich durchgeführter Koronararterien-Bypass-Operation
  • Bei hochfrequenter absoluter Arrhythmie
  • Bei Engwinkelglaukom
  • Bei Einnahme nicht-kardioselektiver β-Blocker wie Propranolol aufgrund des Risikos einer hypertonen Krise oder schweren Bradykardie
  • Bei Hyperthyreose
  • Bei Phäochromozytom
  • Bei schwerer Hypertonie
  • Bei Koronarinsuffizienz
  • Bei Begleittherapie mit Monoaminoxidase-(MAO)-Hemmern oder trizyklischen Antidepressiva und anderen Arzneimitteln, die den Blutdruck beeinflussen
  • Bei Begleittherapie mit halogenierten Inhalationsnarkotika
  • Für Anästhesien der terminalen Nervenendigungen
  • Bei Allergie oder Überempfindlichkeit gegen Sulfit
  • Bei schwerem Bronchialasthma
  • Bei Bronchialasthma mit Sulfitüberempfindlichkeit

Die intravenöse Anwendung und die Injektion in entzündetes Gewebe sind kontraindiziert.

Nebenwirkungen:

  • Selten: Erhöhter Metabolismus
  • Selten: Metallischer Geschmack, Tinnitus, Verwirrung, Tremor, exzitatorische Reaktionen, Vertigo, Mydriasis, Parästhesie an Lippen und Zunge, Kieferkrämpfe und Konvulsionen
  • Selten: Vorübergehende Sehstörungen wie Diplopie während und unmittelbar nach der Anästhesie
  • Selten: Bradykardie mit Myokarddepression und Arrhythmie
  • Selten: Hypertonie und Hypotonie
  • Selten: Tachypnoe und Bronchodilatation
  • Selten: Übelkeit und Erbrechen
  • Sehr selten: Hautausschläge, Pruritus und Urtikaria
  • Sehr selten: Allergische Reaktionen mit Bronchospasmus und Larynxödem bis zum kardiorespiratorischen Kollaps aufgrund eines anaphylaktischen Schocks
  • Selten: Anstieg der Körpertemperatur
  • Selten: Durch Epinephrin bedingte Arrhythmie
  • Selten: Durch Epinephrin bedingte Hypertonie, die bei Patienten mit Hypertonie und Hyperthyreose schwerwiegend sein kann
  • Selten: Durch Epinephrin bedingtes Erbrechen
  • Selten: Hitzegefühl, Schweißausbrüche, Kopfschmerzen, Angstzustände sowie retrosternale und pharyngeale Schmerzen
  • Bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen kann eine überhöhte vasokonstriktorische Reaktion zu ischämischen Verletzungen oder Nekrosen führen
  • Sehr selten: Durch Natriummetabisulfit ausgelöste Überempfindlichkeitsreaktionen, insbesondere bei Patienten mit Bronchialasthma, mit Erbrechen, Durchfall, keuchender Atmung, akutem Asthmaanfall, Bewusstseinsstörungen oder Schock
  • Sehr selten: Anhaltende Hypästhesie und gustatorischer Ausfall nach Leitungsanästhesie des Nervus mandibularis oder Nervus alveolaris inferior
  • Im Zusammenhang mit Articain und Epinephrin wurde eine mit zweiwöchiger Verzögerung auftretende Paralyse der Gesichtsnerven beschrieben, die auch nach sechs Monaten noch andauerte
  • Eine unsachgemäße Injektion kann zu schwerer Ischämie und Nekrosen führen
  • Nervenläsionen, Hyposensitivität und Veränderungen des Geschmacksempfindens können nach unsachgemäßer Injektion oder bei Patienten mit bestimmten Erkrankungen auftreten

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:

  • Nur mit Vorsicht bei schweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen anwenden
  • Nur mit Vorsicht bei Angina pectoris anwenden
  • Nur mit Vorsicht bei Arteriosklerose anwenden
  • Nur mit Vorsicht bei Gerinnungsstörungen, beispielsweise bei Patienten unter Antikoagulanzien, anwenden
  • Bei Patienten mit Cholinesterasemangel ist mit einer verlängerten und möglicherweise verstärkten Arzneimittelwirkung zu rechnen
  • Der Zahnarzt sollte vor der Anwendung über den Gesundheitszustand des Patienten informiert sein
  • Bei Herz-Kreislauf-Problemen wie Herzinsuffizienz, koronarer Herzkrankheit, Angina pectoris, Zustand nach Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen oder Bluthochdruck die niedrigste wirksame Dosierung des Anästhetikums und die geringste wirksame Konzentration des Vasokonstriktors verwenden
  • Dies gilt ebenso bei zerebralen Zirkulationsstörungen, nach einem Schlaganfall sowie bei chronischer Bronchitis, Lungenemphysem, Diabetes mellitus oder schweren Angstzuständen unter Berücksichtigung von Alter, Körpergewicht und körperlichem Zustand des Patienten
  • Eine Überdosierung vermeiden
  • Zwei Maximaldosen nur in einem Mindestabstand von 24 Stunden verabreichen
  • Anästhetische Lösung etwa 10 Sekunden nach der Aspirationsprobe vorsichtig in kleinen Dosen applizieren
  • Bei Eingriffen in stark durchblutetem Gewebe vor Einleitung der Leitungsanästhesie eine Wartezeit von 2 Minuten einhalten
  • Intravasale Applikation vermeiden
  • Patienten sorgfältig überwachen und die Injektion bei ersten Alarmzeichen wie Veränderungen der Sinneswahrnehmung oder beim Auftreten von Nebenwirkungen sofort unterbrechen
  • Bei Leitungsanästhesien die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Nervenverletzungen treffen
  • Eine Nahrungsaufnahme sollte erst nach Abklingen der anästhetischen Wirkung erfolgen
  • Enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tageshöchstdosis
  • Während der Anwendung Kreislauf, Atmung und Bewusstsein überwachen
  • Ein i. v. Dauerkatheter-Set zum sofortigen Legen eines intravenösen Zugangs bereithalten
  • Geräte und Arzneimittel zur Wiederbelebung bereithalten

Verkaufsabgrenzung:

  • Verschreibungspflichtig

Pharmazeutischer Unternehmer:

Kulzer GmbH, Leipziger Straße 2, 63450 Hanau

Stand der Fachinformation:

  • Juli 2017

Weitere Informationen sind der vollständigen Fachinformation zu entnehmen. Bei Fragen oder Unsicherheiten ist die aktuelle Fachinformation maßgeblich.

Lieferumfang

50 x 1,7 ml Zylinderampulle

Produkteigenschaften

Artikelnummer
90885
Hersteller
Kulzer
Produktgruppe
Anästhetika
Verpackungsart
Packung

Zubehörartikel

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