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Artinestol® 1:200.000

Artikelnummer:47002

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Verkauf nur an Apotheken, Arzneimittelgroßhändler, Praxen für Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie sowie Zahnarztpraxen. Bitte beachte, dass Arzneimittel gem. Arzneimittelrecht außerhalb berechtigter Gewährleistungsansprüche von Rücknahme und Umtausch ausgeschlossen sind.

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Artikelnummer:
47002
Hersteller-Artikelnr.:
1060061
Produktgruppe:
Anästhetika
Lieferumfang

100 x 1,7 ml Zylinderampullen

Produktbeschreibung

Lokalanästhetikum

Kurzbeschreibung:

Artinestol® 1:200.000 ist ein Lokalanästhetikum vom Säureamid-Typ mit gefäßverengendem Zusatz zur Anwendung in der Zahnheilkunde. Die Injektionslösung enthält 40 mg/ml Articainhydrochlorid und 0,005 mg/ml Epinephrin und ist für Routineeingriffe wie komplikationslose Einzel- und Reihenextraktionen sowie Kavitäten- und Kronenstumpfpräparationen vorgesehen. Die Wirkung setzt innerhalb von 1 bis 3 Minuten ein, die eingriffsreife Anästhesiedauer beträgt etwa 75 Minuten. Artinestol® 1:200.000 wird in Zylinderampullen mit jeweils 1,7 ml Injektionslösung angeboten.

Eigenschaften und Wirkung:

  • Lokalanästhetikum vom Säureamid-Typ zur Terminal- und Leitungsanästhesie in der Zahnheilkunde
  • Articain hemmt die Reizleitung an den Nervenfasern durch Blockade spannungsabhängiger Natriumkanäle
  • Epinephrin bewirkt lokal eine Vasokonstriktion und verzögert dadurch die Resorption von Articain
  • Rascher Wirkungseintritt mit starkem analgetischem Effekt bei guter Gewebeverträglichkeit
  • Latenzzeit 1 bis 3 Minuten
  • Eingriffsreife Anästhesiedauer ca. 75 Minuten
  • Plasmaproteinbindung von Articain 95 %
  • Eliminationshalbwertszeit nach intraoral-submuköser Applikation 25,3 ± 3,3 Minuten

Aufbewahrung und Haltbarkeit:

  • Haltbarkeit ab Herstellungsdatum 2 Jahre
  • Nicht über 25 °C aufbewahren
  • Vor Licht geschützt aufbewahren
  • Nach Ablauf des auf Behältnis und äußerer Umhüllung angegebenen Verfallsdatums nicht mehr anwenden

Darreichungsform und Packungsinhalt:

  • Injektionslösung
  • Zylinderampulle aus Glas mit latexfreier Gummimembran und latexfreiem Gummilochstopfen
  • Zylinderampulle mit 1,7 ml Injektionslösung
  • Packung mit 100 Zylinderampullen zu je 1,7 ml

Zusammensetzung:

Arzneimittelwirksame Bestandteile

1 ml Injektionslösung enthält:

  • 40 mg Articainhydrochlorid
  • 0,006 mg Epinephrinhydrochlorid, entsprechend 0,005 mg Epinephrin

Sonstige Bestandteile

  • Natriumsulfit max. 0,66 mg, entsprechend max. 0,34 mg SO₂
  • Natriumchlorid
  • Wasser für Injektionszwecke
  • Salzsäure zur Einstellung des pH-Wertes
  • Natriumhydroxid zur Einstellung des pH-Wertes

Anwendungsbereiche:

  • Routineeingriffe wie komplikationslose Einzel- und Reihenextraktionen
  • Kavitätenpräparationen
  • Kronenstumpfpräparationen

Gegenanzeigen:

Artinestol® 1:200.000 darf nicht angewendet werden bei:

  • Bekannter Allergie oder Überempfindlichkeit gegen Lokalanästhetika vom Säureamid-Typ
  • Überempfindlichkeit gegen Epinephrin (Adrenalin), Sulfit oder einen der sonstigen Bestandteile
  • Schweren Störungen des Reizbildungs- oder Reizleitungssystems am Herzen, z. B. AV-Block II. und III. Grades oder ausgeprägter Bradykardie
  • Akuter dekompensierter Herzinsuffizienz (akutes Versagen der Herzleistung)
  • Schwerer Hypotonie
  • Paroxysmaler Tachykardie oder hochfrequenter absoluter Arrhythmie
  • Ausgeprägter Koronarinsuffizienz
  • Schwerer Hypertonie (Bluthochdruck)
  • Thyreotoxikose (Überfunktion der Schilddrüse)
  • Engwinkelglaukom
  • Dekompensierter diabetischer Stoffwechsellage
  • Phäochromozytom
  • Betäubungen in Endstromgebieten der Blutgefäße
  • Patienten, die nicht kardioselektive Betablocker, z. B. Propranolol, einnehmen, aufgrund der Gefahr einer Hochdruckkrise oder schweren Bradykardie
  • Gleichzeitiger Behandlung mit trizyklischen Antidepressiva oder MAO-Hemmern, da diese Wirkstoffe die Herz-Kreislauf-Wirkungen des Epinephrins verstärken können; dies kann bis zu 14 Tage nach Beendigung einer Behandlung mit MAO-Hemmern zutreffen
  • Intravenöser Anwendung
  • Personen mit einer Allergie oder Überempfindlichkeit gegen Sulfit sowie Personen mit schwerem Asthma bronchiale

Nebenwirkungen:

  • Unverträglichkeitsreaktionen allergischer oder pseudoallergischer Natur mit ödematöser Schwellung bzw. Entzündung an der Injektionsstelle sowie unabhängig von der Injektionsstelle Rötung, Juckreiz, Konjunktivitis, Rhinitis, Gesichtsschwellung im Sinne eines Quincke-Ödems mit Schwellung von Ober- und/oder Unterlippe und/oder Wangen, Glottisödem mit Globusgefühl und Schluckbeschwerden, Urtikaria und Atembeschwerden bis hin zum anaphylaktischen Schock
  • Dosisabhängige zentralnervöse Störungen, besonders bei zu hoher Dosierung oder versehentlicher intravasaler Injektion: Unruhe, Nervosität, Benommenheit bis zum Bewusstseinsverlust, Koma, Atemstörungen bis zum Atemstillstand, Muskelzittern und Muskelzuckungen bis zu generalisierten Krämpfen
  • Schwindel, Parästhesie und Hypästhesie
  • Vorübergehende Sehstörungen während oder kurz nach der Injektion von Lokalanästhetika im Kopfbereich mit Flimmern vor den Augen, Pupillendilatation, Ptosis, Myosis, Mydriasis und Verminderung der Sehkraft bis zur vorübergehenden Erblindung
  • Häufig: Kopfschmerzen, vermutlich aufgrund des Epinephrin-Anteils
  • Nervenläsionen, z. B. Facialisparese, sowie Verminderung der Gefühls- oder Geschmacksempfindlichkeit im Mund- und Gesichtsbereich als nicht ausschließbare Risiken zahnärztlicher Eingriffe, bedingt durch die anatomischen Verhältnisse im Injektionsgebiet oder durch fehlerhafte Injektionstechnik
  • Blutdruckabfall, Bradykardie, Herzversagen und Schock, unter Umständen lebensbedrohlich
  • Sehr selten: Durch Epinephrin bedingte Tachykardien, Herzrhythmusstörungen und Blutdruckanstieg
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Sehr selten: Ischämische Zonen im Injektionsbereich bis hin zu Gewebsnekrosen durch versehentliche intravasale Injektion
  • Sehr selten: Aufgrund des Natriumsulfitgehalts insbesondere bei Bronchialasthmatikern allergische Reaktionen oder Überempfindlichkeitsreaktionen mit Erbrechen, Durchfall, keuchender Atmung, akutem Asthmaanfall, Bewusstseinsstörungen oder Schock

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:

  • Bei Patienten mit Cholinesterasemangel muss die Indikation streng gestellt werden, da mit verlängerter und unter Umständen verstärkter Wirkung zu rechnen ist
  • Artinestol® 1:200.000 darf bei schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden
  • Bei Angina pectoris nur mit besonderer Vorsicht anwenden
  • Bei Arteriosklerose nur mit besonderer Vorsicht anwenden
  • Bei Injektion in ein entzündetes bzw. infiziertes Gebiet nur mit besonderer Vorsicht anwenden, da eine verstärkte Aufnahme von Artinestol® 1:200.000 bei herabgesetzter Wirksamkeit auftreten kann
  • Bei Störungen der Blutgerinnung nur mit besonderer Vorsicht anwenden
  • Dosierung so niedrig wie möglich wählen
  • Vor der Injektion sorgfältig in zwei Ebenen aspirieren, um eine versehentliche intravasale Injektion zu vermeiden
  • Bis zum Abklingen der Lokalanästhesie keine Nahrung aufnehmen
  • Artinestol® 1:200.000 enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosiereinheit und ist damit nahezu natriumfrei
  • Natriumsulfit ist eine sehr reaktionsfähige Verbindung; zusammen mit Artinestol® 1:200.000 verabreichtes Thiamin (Vitamin B1) kann abgebaut werden
  • Bei ophthalmologischen Komplikationen während oder nach der Behandlung unverzüglich eine augenärztliche Abklärung durchführen und gegebenenfalls geeignete Gegenmaßnahmen einleiten
  • Kombinationen verschiedener Lokalanästhetika können additive Wirkungen auf das kardiovaskuläre System und das zentrale Nervensystem hervorrufen
  • Die blutdrucksteigernde Wirkung von Vasokonstringentien wie Epinephrin kann durch trizyklische Antidepressiva oder MAO-Hemmer verstärkt werden
  • Epinephrin kann die Insulinfreisetzung im Pankreas hemmen und dadurch die Wirkung oraler Antidiabetika vermindern
  • Bestimmte Inhalationsnarkotika wie Halothan können das Herz für Katecholamine sensibilisieren und Arrhythmien nach Gabe von Artinestol® 1:200.000 auslösen
  • Bei Behandlung mit Hemmstoffen der Blutgerinnung wie Heparin oder Acetylsalicylsäure kann eine versehentliche Gefäßpunktion zu ernsthaften Blutungen führen; zudem ist die Blutungsneigung allgemein erhöht
  • Eine Behandlung während der Schwangerschaft soll nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen
  • Bei kurzfristiger Anwendung ist eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich
  • Über die Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen muss der Arzt im Einzelfall entscheiden 
  • Angebrochene Zylinderampullen dürfen bei weiteren Patienten nicht verwendet werden

Verkaufsabgrenzung:

  • Verschreibungspflichtig

Pharmazeutischer Unternehmer:

Merz Dental GmbH, Kieferweg 1, 24321 Lütjenburg

Stand der Fachinformation:

  • Januar 2020

Weitere Informationen sind der vollständigen Fachinformation zu entnehmen. Bei Fragen oder Unsicherheiten ist die aktuelle Fachinformation maßgeblich.

 

Lieferumfang

100 x 1,7 ml Zylinderampullen

Produkteigenschaften

Artikelnummer
47002
Hersteller
Merz Dental
Produktgruppe
Anästhetika

Zubehörartikel

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