Wie lassen sich unterschiedliche Befestigungsindikationen mit einem möglichst effizienten Workflow abdecken? In diesem klinischen Fall zeigt Dr. Giuseppe Chiodera die Versorgung eines endodontisch behandelten Molaren – von der selbstadhäsiven Befestigung eines Wurzelstifts über den adhäsiven Stumpfaufbau bis zur selbstadhäsiven Befestigung einer monolithischen Zirkoniumoxid-Krone.
Zum Einsatz kamen:
Der Fall zeigt, wie sich mit aufeinander abgestimmten Materialien ein vereinfachter Workflow für verschiedene Klebeindikationen umsetzen lässt – mit dem Potenzial, Platz, Zeit und Kosten zu sparen.
Über den Behandler
Dr. Giuseppe Chiodera schloss 2004 sein Studium der Zahnmedizin an der Universität Brescia ab. Im selben Jahr erhielt er ein Stipendium und absolvierte eine postgraduale Ausbildung am King’s College in London.
Seit 2004 ist er zudem Inhaber einer Privatpraxis in Brescia. Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen in der konservierenden Zahnheilkunde, ästhetischen Adhäsivrestaurationen, Prophylaxe, Endodontie und neuen Technologien.
Dr. Chiodera ist Ehrenmitglied von StyleItaliano und beschäftigt sich insbesondere mit neuen Behandlungstechniken, die diagnostische und restaurative Verfahren vereinfachen.
Dr. Giuseppe Chiodera
Der klinische Fall
Bei dem Patienten handelte es sich um einen 45-jährigen Mann mit einem endodontisch behandelten Molaren. Der Zahn sollte mit einem glasfaserverstärkten Wurzelstift, einem Stumpfaufbau und einer monolithischen Zirkoniumoxid-Krone restauriert werden.
Für die selbstadhäsive Befestigung sowohl des Wurzelstifts als auch der finalen Krone wurde 3M™ RelyX™ Universal Befestigungskomposit verwendet.
Für den adhäsiven Stumpfaufbau kamen 3M™ Scotchbond™ Universal Plus Adhäsiv und 3M™ Filtek™ One Bulk Fill Komposit zum Einsatz.
Schritt 1: Einprobe und Befestigung des Wurzelstifts
Zunächst erfolgte die Einprobe des Wurzelstifts zur Bestimmung der passenden Länge.
Anschließend wurde 3M™ RelyX™ Universal Befestigungskomposit mithilfe einer Verlängerungskanüle direkt in den Wurzelkanal appliziert.
Nach dem Einsetzen des Wurzelstifts und dem Entfernen überschüssigen Zements wurde die Restauration lichtgehärtet.
Schritt 2: Adhäsiver Stumpfaufbau
Für den anschließenden Stumpfaufbau wurde 3M™ Scotchbond™ Universal Plus Adhäsiv appliziert und anschließend verblasen.
Nach der Lichthärtung des Adhäsivs wurde 3M™ Filtek™ One Bulk Fill Komposit aufgetragen.
Nach der Lichthärtung erfolgte der Stumpfaufbau. Anschließend wurde die finale Präparation durchgeführt.
Schritt 3: Selbstadhäsive Befestigung der Zirkoniumoxid-Krone
Beim endgültigen Einsetztermin wurde die Präparation zunächst gereinigt, gespült und luftgetrocknet.
Die monolithische Zirkoniumoxid-Krone wurde sandgestrahlt. Anschließend wurde 3M™ RelyX™ Universal Befestigungskomposit appliziert und die Krone eingesetzt.
Nach dem Einsetzen zeigte sich überschüssiger Zement. Dieser wurde zunächst durch Tack Curing angehärtet und anschließend mit einer Sonde entfernt.
Das Ergebnis zeigte sich in der finalen bukkalen sowie okklusalen Ansicht.
Ein Material für unterschiedliche Befestigungsindikationen
Der klinische Fall von Dr. Chiodera zeigt einen Workflow, bei dem 3M™ RelyX™ Universal Befestigungskomposit sowohl für die selbstadhäsive Befestigung des Wurzelstifts als auch für die selbstadhäsive Befestigung der finalen Zirkoniumoxid-Krone eingesetzt wurde.
In Kombination mit 3M™ Scotchbond™ Universal Plus Adhäsiv und 3M™ Filtek™ One Bulk Fill Komposit wurde der adhäsive Stumpfaufbau umgesetzt.
Damit werden in diesem Fall unterschiedliche Behandlungsschritte mit aufeinander abgestimmten Materialien abgedeckt – von der Stiftbefestigung über den Stumpfaufbau bis zur finalen Kronenbefestigung.
Die verwendeten Produkte im Überblick
3M™ RelyX™ Universal Befestigungskomposit:Für die selbstadhäsive und adhäsive Befestigung. Im vorliegenden Fall wurde das Befestigungskomposit für die selbstadhäsive Befestigung des Wurzelstifts und der finalen Zirkoniumoxid-Krone verwendet.
Komposit, Adhäsiv oder Matrizensystem? Ich erkläre dir, warum bei restaurativen Versorgungen nicht nur das Material, sondern das Zusammenspiel aller Komponenten den Unterschied macht.
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