Lokalanästhetikum zur Oberflächenanästhesie
Xylonor Spray N 15% ist ein Lokalanästhetikum zur Oberflächenanästhesie in der Mundhöhle bei Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen von 5 bis 18 Jahren. Das Spray enthält 15 % Lidocain und wird zur Anästhesierung der Einstichstelle vor Injektionen in die Mundschleimhaut, bei der Extraktion gelockerter Milchzähne sowie zur Inzision oberflächlicher submuköser Abszesse angewendet. Die Anwendung erfolgt über einen mit der Lösung getränkten Wattebausch auf der zu anästhesierenden Stelle.
Eigenschaften und Wirkung:
Oberflächenanästhetikum mit Lidocain als Lokalanästhetikum vom Säureamid-Typ
Wirkstoffkonzentration 15 % Lidocain
Blockade spannungsabhängiger Natriumkanäle an der Membran der Nervenfasern
Sehr schnelle anästhesierende Wirkung
Angenehmer, nicht bitterer Geschmack
Ein Sprühstoß enthält ca. 67 mg Lösung entsprechend ca. 10 mg Lidocain
Im Allgemeinen maximal 2 Sprühstöße, keinesfalls mehr als 3 Sprühstöße
Anwendung auf einer Fläche von ungefähr 1 cm Durchmesser
Zur Anwendung in der Mundhöhle
Aufbewahrung und Haltbarkeit:
Haltbarkeit 3 Jahre
Nicht über 25 °C lagern
Darreichungsform und Packungsinhalt:
Spray zur Anwendung in der Mundhöhle, Lösung
Klare, allenfalls bräunlich-gelb gefärbte Flüssigkeit
Glasflasche mit 36 g Lösung
Packung mit 1 Glasflasche zu 36 g
Arzneimittelwirksame Bestandteile
1 g Lösung enthält:
Sonstige Bestandteile
Saccharin
Natürliches Minzaroma
Dipropylenglykol-Isomerengemisch
Ethanol 96 %
Das Arzneimittel enthält 45,45 g Ethanol 96 % pro 100 g Lösung.
Anästhesierung der Einstichstelle vor Injektionen in die Mundschleimhaut
Oberflächenanästhesie bei Extraktion gelockerter Milchzähne
Inzision oberflächlicher submuköser Abszesse
Anwendung bei Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen von 5 bis 18 Jahren
Xylonor Spray N 15% darf nicht angewendet werden bei:
Bekannter Überempfindlichkeit gegen Lidocain, einen der sonstigen Bestandteile oder andere Lokalanästhetika vom Säureamid-Typ
Schweren Störungen des Reizbildungs- und Reizleitungssystems am Herzen
Akuter dekompensierter Herzinsuffizienz (akutes Versagen der Herzleistung)
Kardiogenem Schock
Hypovolämischem Schock
Unerwünschte systemische Nebenwirkungen sind bei Lidocain-Präparaten zur Oberflächenanästhesie äußerst selten. Wie bei allen Lokalanästhetika können jedoch Nebenwirkungen auftreten, die durch hohe Plasmaspiegel bei zu großer Dosierung, rascher Resorption, Hypersensibilisierung, Idiosynkrasie oder eine herabgesetzte Toleranz des Patienten verursacht werden.
Herzerkrankungen
Blässe
Hypotonie
Myokardschwäche
Bradykardie
Herzstillstand
Anaphylaktische Kreislaufreaktionen
Erkrankungen des Nervensystems
Erregung
Depression
Nervosität
Schwindel
Sehstörungen
Kribbeln und Taubheitsgefühl im Bereich der Mundhöhle
Zittern
Abgeschlagenheit
Krämpfe
Bewusstlosigkeit
Atemstillstand
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Erkrankungen der Atemwege
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:
Bei Nieren- und Lebererkrankungen sowie Myasthenia gravis nur mit besonderer Vorsicht anwenden
Auf entzündetem bzw. infiziertem oder traumatisch geschädigtem Gewebe nur mit besonderer Vorsicht anwenden
Bei bekannter Allergie gegen Lidocain muss mit einer Kreuzallergie gegen andere Lokalanästhetika vom Säureamid-Typ gerechnet werden
Im Bereich traumatisch geschädigter Mundschleimhaut kann eine verstärkte Resorption von Lidocain erfolgen und damit das Risiko systemischer Nebenwirkungen steigen
Bei Kindern und älteren Patienten nur mit besonderer Vorsicht anwenden
Bei Kindern unter 5 Jahren nicht anwenden, da für diese Altersgruppe keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen
Mit dem Risiko einer Anästhesiophagie und damit verbundener Bisswunden an Lippen, Wangen, Schleimhäuten und Zunge muss gerechnet werden
Kaugummikauen und Nahrungsaufnahme vermeiden, bis Mund oder Rachen nicht mehr gefühllos sind
Die maximale Tagesdosis von 1,3 g Spray enthält 606 mg Ethanol 96 %, entsprechend 45,45 % (w/w)
Bei geschädigter Haut kann das enthaltene Ethanol ein brennendes Gefühl hervorrufen
Bei zusätzlicher Anwendung von Lokalanästhetika im Rahmen einer nachfolgenden Leitungs- oder Infiltrationsanästhesie ist die bereits verabreichte Menge bei der Dosierung zu berücksichtigen
Cimetidin kann den Metabolismus von Lidocain in der Leber hemmen und dadurch die Ausscheidung vermindern und den Lidocain-Plasmaspiegel erhöhen
Beta-Rezeptor-Blocker können ebenfalls den Metabolismus von Lidocain in der Leber beeinträchtigen und das Auftreten von Nebenwirkungen begünstigen
Bei gleichzeitiger Gabe strukturverwandter Substanzen wie bestimmter Antiarrhythmika können sich unerwünschte Wirkungen addieren
Während der Schwangerschaft nur anwenden, wenn dies unbedingt erforderlich ist
Lidocain geht in geringer Menge in die Muttermilch über; bei therapeutischen Dosen erscheint eine Gefahr für den Säugling unwahrscheinlich
Bei großflächiger Anwendung muss der Zahnarzt im Einzelfall entscheiden, ob der Patient aktiv am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen darf
Pharmazeutischer Unternehmer:
SEPTODONT GmbH, Felix-Wankel-Str. 9, D-53859 Niederkassel
Stand der Fachinformation:
Weitere Informationen sind der vollständigen Fachinformation zu entnehmen. Bei Fragen oder Unsicherheiten ist die aktuelle Fachinformation maßgeblich.