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Ultracain® D-S forte 1:100.000 blau

Artikelnummer:214660
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Zylinderampullen
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Verkauf nur an Apotheken, Arzneimittelgroßhändler, Praxen für Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie sowie Zahnarztpraxen. Bitte beachte, dass Arzneimittel gem. Arzneimittelrecht außerhalb berechtigter Gewährleistungsansprüche von Rücknahme und Umtausch ausgeschlossen sind.

Artikelnummer:
214660
Hersteller-Artikelnr.:
11999G
Produktgruppe:
Anästhetika
Lieferumfang
100 Zylinderampullen à 1,7ml

Produktbeschreibung

Lokalanästhetikum für die Infiltrations- und Leitungsanästhesie 

Kurzbeschreibung:

Ultracain® D-S forte 1:100.000 ist ein Lokalanästhetikum zur Lokal- und Regionalanästhesie bei zahnärztlichen Behandlungen. Die Injektionslösung enthält Articain und Epinephrin und ist insbesondere für chirurgische Eingriffe vorgesehen, die eine stärkere Ischämie erfordern, sowie für länger dauernde chirurgische Eingriffe. Sie wird bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 4 Jahren bzw. ab 20 kg Körpergewicht angewendet und ist als Zylinderampulle, Ampulle und Mehrfachentnahmeflasche erhältlich.

Eigenschaften und Wirkung:

  • Lokalanästhetikum vom Säureamid-Typ zur Terminal- und Leitungsanästhesie in der Zahnheilkunde
  • Reversible Hemmung der Erregbarkeit sensibler Nervenfasern und der Reizleitung durch Articain
  • Epinephrin als Vasokonstriktor zur Verlängerung der Wirkdauer von Articain
  • Rascher Wirkungseintritt mit einer Latenzzeit von 1 bis 3 Minuten
  • Dauer der Pulpenanästhesie 60 bis 75 Minuten
  • Dauer der Weichgewebsanästhesie 180 bis 360 Minuten
  • Starker analgetischer Effekt
  • Gute Gewebeverträglichkeit

Aufbewahrung und Haltbarkeit:

  • Zylinderampullen 1,7 ml: Haltbarkeit 30 Monate
  • Zylinderampullen 1,7 ml: Nicht über 25 °C lagern und zum Schutz vor Licht im Umkarton aufbewahren
  • Ampullen 2 ml: Haltbarkeit 3 Jahre
  • Ampullen 2 ml: Zum Schutz vor Licht im Umkarton aufbewahren
  • Reste angebrochener Zylinderampullen und Ampullen verwerfen
  • Mehrfachentnahmeflaschen 20 ml: Haltbarkeit 30 Monate
  • Mehrfachentnahmeflaschen 20 ml: Nicht über 25 °C lagern und zum Schutz vor Licht im Umkarton aufbewahren
  • Angebrochene Mehrfachentnahmeflaschen sachgerecht lagern und innerhalb von 2 Tagen aufbrauchen
  • Zeitpunkt der Erstentnahme bei Mehrfachentnahmeflaschen auf dem Etikett vermerken

Darreichungsform und Packungsinhalt:

  • Klare, farblose Injektionslösung
  • Zylinderampullen aus Glas mit je 1,7 ml Injektionslösung
  • Ampullen aus Glas mit je 2 ml Injektionslösung
  • Mehrfachentnahmeflaschen aus Glas mit je 20 ml Injektionslösung
  • Mehrfachentnahmeflaschen mit Entnahmespikes
  • 100 Zylinderampullen zu je 1,7 ml
  • 96 Ampullen zu je 2 ml
  • 10 Mehrfachentnahmeflaschen zu je 20 ml mit 10 Entnahmespikes

Zusammensetzung:

Arzneimittelwirksame Bestandteile

1 ml Injektionslösung enthält:

  • 40 mg Articainhydrochlorid
  • 0,012 mg Epinephrinhydrochlorid (Adrenalinhydrochlorid)

Sonstige Bestandteile – Zylinderampullen 1,7 ml und Ampullen 2 ml

  • Natriummetabisulfit (Ph. Eur.)
  • Natriumchlorid
  • Salzsäure 10 % zur pH-Wert-Einstellung
  • Natriumhydroxid zur pH-Wert-Einstellung
  • Wasser für Injektionszwecke

Sonstige Bestandteile – Mehrfachentnahmeflaschen 20 ml

  • Natriummetabisulfit (Ph. Eur.)
  • Methyl-4-hydroxybenzoat (Ph. Eur.)
  • Natriumchlorid
  • Salzsäure 10 % zur pH-Wert-Einstellung
  • Wasser für Injektionszwecke

Anwendungsbereiche:

  • Lokal- und Regionalanästhesie bei zahnärztlichen Behandlungen
  • Schleimhaut- und knochenchirurgische Eingriffe, die eine stärkere Ischämie erfordern
  • Pulpenchirurgische Eingriffe wie Amputation und Exstirpation
  • Extraktion desmodontitischer bzw. frakturierter Zähne einschließlich Osteotomie
  • Länger dauernde chirurgische Eingriffe
  • Perkutane Osteosynthese
  • Zystektomie
  • Mukogingivale Eingriffe
  • Wurzelspitzenresektion
  • Anwendung bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 4 Jahren bzw. ab 20 kg Körpergewicht

Gegenanzeigen:

Ultracain® D-S forte 1:100.000 darf nicht angewendet werden:

  • Bei Überempfindlichkeit gegen Articain oder andere Lokalanästhetika vom Amid-Typ, Epinephrin, Natriummetabisulfit, Methyl-4-hydroxybenzoat bei den Mehrfachentnahmeflaschen oder einen der sonstigen Bestandteile
  • Bei unzureichend behandelter Epilepsie
  • Bei schweren Störungen des Reizbildungs- oder Reizleitungssystems am Herzen, beispielsweise AV-Block II. oder III. Grades oder ausgeprägter Bradykardie
  • Bei akuter dekompensierter Herzinsuffizienz
  • Bei schwerer Hypotonie
  • Bei Engwinkelglaukom
  • Bei Schilddrüsenüberfunktion
  • Bei paroxysmaler Tachykardie oder hochfrequenten absoluten Arrhythmien
  • Bei Myokardinfarkt innerhalb der letzten 3 bis 6 Monate
  • Bei Koronararterien-Bypass innerhalb der letzten 3 Monate
  • Bei Einnahme nicht kardioselektiver Betablocker wie Propranolol
  • Bei Phäochromozytom
  • Bei schwerer Hypertonie
  • Bei gleichzeitiger Behandlung mit trizyklischen Antidepressiva oder MAO-Hemmern; dies kann bei MAO-Hemmern bis zu 14 Tage nach Beendigung der Behandlung zutreffen
  • Bei Bronchialasthma mit Sulfitüberempfindlichkeit
  • Bei Parabenallergie bei Verwendung der Mehrfachentnahmeflaschen

Die intravenöse Anwendung ist kontraindiziert. Aufgrund des Epinephringehalts ist Ultracain® D-S forte nicht für die Anästhesie der Endglieder von Extremitäten, beispielsweise Finger und Zehen, indiziert, da das Risiko einer Ischämie besteht.

Nebenwirkungen:

  • Häufig: Gingivitis
  • Häufig: Neuropathie mit Neuralgie, Hypästhesie bzw. Gefühllosigkeit oral und perioral, Hyperästhesie, Dysästhesie oral und perioral einschließlich Geschmacksstörungen, Ageusie, Allodynie, Thermohyperästhesie, Kopfschmerz und Parästhesie
  • Häufig: Bradykardie, Tachykardie und Hypotonie mit Kollapsneigung
  • Häufig: Übelkeit, Erbrechen sowie Schwellungen von Zunge, Lippe und Zahnfleisch
  • Gelegentlich: Brennendes Gefühl und Schwindel
  • Gelegentlich: Hypertonie
  • Gelegentlich: Stomatitis, Glossitis und Diarrhö
  • Gelegentlich: Nackenschmerzen
  • Gelegentlich: Schmerzen an der Injektionsstelle
  • Gelegentlich: Ausschlag und Pruritus
  • Selten: Allergische oder allergieähnliche sowie anaphylaktische bzw. anaphylaktoide Überempfindlichkeitsreaktionen mit möglichen Schwellungen und Entzündungen an der Injektionsstelle, Rötung, Juckreiz, Konjunktivitis, Rhinitis, Angioödem, Glottisödem, Schluckbeschwerden, Urtikaria und Atembeschwerden bis hin zum anaphylaktischen Schock
  • Selten: Nervosität und Angst
  • Selten: Erkrankungen des Nervus facialis mit Lähmung und Parese, Horner-Syndrom, Somnolenz und Nystagmus
  • Selten: Ptosis, Miosis, Enophthalmus sowie Sehstörungen einschließlich verschwommenem Sehen, Doppeltsehen, Mydriasis und Blindheit
  • Selten: Hyperakusis und Tinnitus
  • Selten: Palpitationen und Hitzewallungen
  • Selten: Zahnfleisch- bzw. Mundschleimhautexfoliation und Ulzeration
  • Selten: Bronchospasmus bzw. Asthma und Dyspnoe
  • Selten: Muskelzuckungen
  • Selten: Nekrosen bzw. Abschuppungen an der Injektionsstelle, Erschöpfung, Asthenie und Schüttelfrost
  • Selten: Angioödem und Urtikaria
  • Sehr selten: Persistierende Parästhesie mit Hypästhesie und Geschmacksverlust nach mandibulärer Nervenblockade bzw. Blockade des Nervus alveolaris inferior
  • Nicht bekannt: Euphorische Stimmung
  • Nicht bekannt: Dosisabhängige zentralnervöse Störungen insbesondere bei zu hoher Dosierung oder versehentlicher intravaskulärer Injektion mit Unruhe, Nervosität, Stupor, Benommenheit bis zum Bewusstseinsverlust, Koma, Atemstörungen bis zum Atemstillstand, Muskelzittern und Muskelzuckungen bis zu generalisierten Krämpfen
  • Nicht bekannt: Herzrhythmusstörungen, Reizleitungsstörungen einschließlich AV-Block, Herzversagen und Schock, lokale bzw. regionale Hyperämie, Vasodilatation und Vasokonstriktion
  • Nicht bekannt: Dysphagie, Schwellung der Wangen und Glossodynie
  • Nicht bekannt: Dysphonie bzw. Heiserkeit
  • Nicht bekannt: Verschlimmerung neuromuskulärer Manifestationen beim Kearns-Sayre-Syndrom und Trismus
  • Nicht bekannt: Lokale Schwellungen, Hitzegefühl und Kältegefühl sowie bei versehentlicher intravaskulärer Injektion ischämische Gebiete an der Injektionsstelle bis hin zu Gewebsnekrosen
  • Nicht bekannt: Erythem und Hyperhidrose
  • Natriummetabisulfit kann selten schwere Überempfindlichkeitsreaktionen und Bronchospasmen hervorrufen
  • Methyl-4-hydroxybenzoat in den Mehrfachentnahmeflaschen kann Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen, und selten Bronchospasmen hervorrufen

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:

  • Besondere Vorsicht bei Patienten mit Epilepsie, Plasma-Cholinesterase-Mangel, Nierenerkrankungen, schweren Lebererkrankungen, Myasthenia gravis unter Behandlung mit Acetylcholinesterasehemmern, Porphyrie und Gerinnungsstörungen
  • Besondere Vorsicht bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen sowie bei weiteren in der Fachinformation genannten Risikokonstellationen
  • Bei bestimmten Erkrankungen sollte eine geringere Epinephrinkonzentration in Betracht gezogen werden
  • Von einer Injektion in entzündetes oder infiziertes Gewebe wird abgeraten
  • Vor der Injektion ist grundsätzlich ein Aspirationstest in zwei Ebenen durchzuführen, um eine intravaskuläre Injektion zu vermeiden
  • Eine geeignete Notfallausrüstung mit Geräten und Arzneimitteln zur Wiederbelebung muss zur Verfügung stehen
  • Natriummetabisulfit kann selten schwere Überempfindlichkeitsreaktionen und Bronchospasmen hervorrufen
  • Ultracain® D-S forte enthält weniger als 1 mmol Natrium pro ml und ist damit nahezu natriumfrei
  • Beschädigte Zylinderampullen dürfen nicht zur Injektion verwendet werden
  • Trübe oder verfärbte Lösungen dürfen nicht verwendet werden

Verkaufsabgrenzung:

  • Verschreibungspflichtig

Pharmazeutigscher Unternehmer:

  • Septodont GmbH, Felix-Wankel-Str. 9, 53859 Niederkassel

Stand der Fachinformation:

  • April 2025

Weitere Informationen sind der vollständigen Fachinformation zu entnehmen. Bei Fragen oder Unsicherheiten ist die aktuelle Fachinformation maßgeblich."

 

Lieferumfang

100 Zylinderampullen à 1,7ml

Produkteigenschaften

Artikelnummer
214660
Hersteller
Septodont
Produktgruppe
Anästhetika

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