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Ultracain® D-S 1:200.000 grün

Artikelnummer:214662

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Verkauf nur an Apotheken, Arzneimittelgroßhändler, Praxen für Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie sowie Zahnarztpraxen. Bitte beachte, dass Arzneimittel gem. Arzneimittelrecht außerhalb berechtigter Gewährleistungsansprüche von Rücknahme und Umtausch ausgeschlossen sind.

Artikelnummer:
214662
Hersteller-Artikelnr.:
12180D
Produktgruppe:
Anästhetika
Lieferumfang
10 Mehrfachentnahme-Flaschen à 20ml

Produktbeschreibung

Standard-Lokalanästhetikum für die Infiltrations- und Leitungsanästhesie

Kurzbeschreibung:

Ultracain® D-S 1:200.000 ist ein Lokalanästhetikum zur Lokal- und Regionalanästhesie bei zahnärztlichen Routineeingriffen. Die Injektionslösung kombiniert Articain mit Epinephrin in einer Konzentration von 1:200.000 und ist insbesondere für unkomplizierte Zahnextraktionen sowie Kavitäten- und Kronenstumpfpräparationen vorgesehen. Das Arzneimittel wird bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 4 Jahren bzw. ab 20 kg Körpergewicht angewendet und ist als Zylinderampulle, Ampulle und Mehrfachentnahmeflasche erhältlich.

Eigenschaften und Wirkung:

  • Lokalanästhetikum vom Säureamid-Typ zur Terminal- und Leitungsanästhesie in der Zahnheilkunde
  • Reversible Hemmung der Schmerzweiterleitung durch Articain
  • Epinephrin als Vasokonstriktor zur Verlängerung der Wirkdauer von Articain und zur Verringerung des Risikos einer übermäßigen Aufnahme von Articain in den Blutkreislauf
  • Epinephrinkonzentration 1:200.000
  • Wirkungseintritt nach 1 bis 3 Minuten
  • Dauer der Pulpenanästhesie 45 bis 60 Minuten
  • Dauer der Weichgewebsanästhesie 120 bis 300 Minuten

Aufbewahrung und Haltbarkeit:

  • Zylinderampullen mit 1,7 ml: Haltbarkeit 30 Monate
  • Zylinderampullen mit 1,7 ml: nicht über 25 °C lagern und zum Schutz vor Licht im Umkarton aufbewahren
  • Ampullen mit 2 ml: Haltbarkeit 3 Jahre
  • Ampullen mit 2 ml: zum Schutz vor Licht im Umkarton aufbewahren
  • Reste angebrochener Zylinderampullen und Ampullen sind zu verwerfen
  • Mehrfachentnahmeflaschen mit 20 ml: Haltbarkeit 30 Monate
  • Mehrfachentnahmeflaschen mit 20 ml: nicht über 25 °C lagern und zum Schutz vor Licht im Umkarton aufbewahren
  • Angebrochene Mehrfachentnahmeflaschen sachgerecht lagern und innerhalb von 2 Tagen aufbrauchen
  • Zeitpunkt der Erstentnahme auf dem Etikett der Mehrfachentnahmeflasche vermerken
  • Nur klare, farblose Lösungen verwenden; bei Farbtönung oder Trübung nicht mehr verwenden

Darreichungsform und Packungsinhalt:

  • Klare, farblose Injektionslösung
  • 100 Zylinderampullen zu je 1,7 ml
  • 96 Ampullen zu je 2 ml
  • 10 Mehrfachentnahmeflaschen zu je 20 ml mit 10 Entnahmespikes

Zusammensetzung:

Arzneimittelwirksame Bestandteile

1 ml Injektionslösung enthält:

  • 40 mg Articainhydrochlorid
  • 0,006 mg Epinephrinhydrochlorid (Adrenalinhydrochlorid)

Sonstige Bestandteile – Zylinderampullen mit 1,7 ml und Ampullen mit 2 ml

  • Natriummetabisulfit (Ph. Eur.), maximal 0,5 mg, entsprechend maximal 0,34 mg SO₂
  • Natriumchlorid
  • Wasser für Injektionszwecke
  • Salzsäure 10 % zur pH-Wert-Einstellung
  • Natriumhydroxid zur pH-Wert-Einstellung

Sonstige Bestandteile – Mehrfachentnahmeflaschen mit 20 ml

  • Natriummetabisulfit (Ph. Eur.), maximal 0,5 mg, entsprechend maximal 0,34 mg SO₂
  • Natriumchlorid
  • Wasser für Injektionszwecke
  • Methyl-4-hydroxybenzoat (Ph. Eur.) (Paraben E 218) 1 mg/ml
  • Salzsäure 10 % zur pH-Wert-Einstellung

Anwendungsbereiche:

  • Lokal- und Regionalanästhesie bei zahnärztlichen Routineeingriffen
  • Komplikationslose Einzelextraktionen
  • Komplikationslose Reihenextraktionen
  • Kavitätenpräparationen
  • Kronenstumpfpräparationen
  • Anwendung bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 4 Jahren bzw. ab 20 kg Körpergewicht

Gegenanzeigen:

Ultracain® D-S 1:200.000 darf nicht angewendet werden:

  • Bei Überempfindlichkeit gegen Articain oder andere Lokalanästhetika vom Amid-Typ, Epinephrin, Natriummetabisulfit oder einen der sonstigen Bestandteile
  • Bei Überempfindlichkeit gegen Methyl-4-hydroxybenzoat bei Verwendung der Mehrfachentnahmeflaschen
  • Bei unzureichend behandelter Epilepsie
  • Bei schweren Störungen des Reizbildungs- oder Reizleitungssystems am Herzen, beispielsweise AV-Block II. oder III. Grades oder ausgeprägter Bradykardie
  • Bei akuter dekompensierter Herzinsuffizienz
  • Bei schwerer Hypotonie
  • Bei Engwinkelglaukom
  • Bei Schilddrüsenüberfunktion
  • Bei paroxysmaler Tachykardie oder hochfrequenten absoluten Arrhythmien
  • Bei Myokardinfarkt innerhalb der letzten 3 bis 6 Monate
  • Bei Koronararterien-Bypass innerhalb der letzten 3 Monate
  • Bei gleichzeitiger Einnahme nicht kardioselektiver Betablocker wie Propranolol
  • Bei Phäochromozytom
  • Bei schwerer Hypertonie
  • Bei gleichzeitiger Behandlung mit trizyklischen Antidepressiva oder MAO-Hemmern; bei MAO-Hemmern kann die Gegenanzeige bis zu 14 Tage nach Beendigung der Behandlung fortbestehen
  • Bei Bronchialasthma mit Sulfitüberempfindlichkeit
  • Bei Parabenallergie bei Verwendung der Mehrfachentnahmeflaschen

Die intravenöse Anwendung ist kontraindiziert. Aufgrund des Epinephringehalts ist Ultracain® D-S 1:200.000 nicht für die Anästhesie der Endglieder von Extremitäten, beispielsweise Fingern und Zehen, indiziert, da das Risiko einer Ischämie besteht.

Nebenwirkungen:

  • Häufig: Gingivitis
  • Häufig: Neuropathie mit Neuralgie, Hypästhesie bzw. Gefühllosigkeit im oralen und perioralen Bereich, Hyperästhesie, Dysästhesie im oralen und perioralen Bereich einschließlich Geschmacksstörungen wie metallischem Geschmack, Ageusie, Allodynie, Thermohyperästhesie, Kopfschmerzen und Parästhesien
  • Häufig: Bradykardie, Tachykardie und Hypotonie mit Kollapsneigung
  • Häufig: Übelkeit, Erbrechen sowie Schwellungen von Zunge, Lippe und Zahnfleisch
  • Gelegentlich: Brennendes Gefühl und Schwindel
  • Gelegentlich: Hypertonie
  • Gelegentlich: Stomatitis, Glossitis und Diarrhö
  • Gelegentlich: Nackenschmerzen
  • Gelegentlich: Schmerzen an der Injektionsstelle
  • Gelegentlich: Ausschlag und Pruritus
  • Selten: Allergische, allergieähnliche sowie anaphylaktische bzw. anaphylaktoide Überempfindlichkeitsreaktionen mit möglichen Schwellungen oder Entzündungen an der Injektionsstelle, Rötung, Juckreiz, Konjunktivitis, Rhinitis, Angioödem, Glottisödem, Schluckbeschwerden, Urtikaria und Atembeschwerden bis hin zum anaphylaktischen Schock
  • Selten: Nervosität und Angst
  • Selten: Erkrankungen des Nervus facialis mit Lähmung oder Parese, Horner-Syndrom mit Ptosis, Enophthalmus und Miosis, Somnolenz und Nystagmus
  • Selten: Sehstörungen einschließlich verschwommenem Sehen, Doppeltsehen durch Lähmung der Augenmuskulatur, Mydriasis und Blindheit
  • Selten: Hyperakusis und Tinnitus
  • Selten: Palpitationen und Hitzewallungen
  • Selten: Zahnfleisch- bzw. Mundschleimhautexfoliation und Ulzeration
  • Selten: Bronchospasmus bzw. Asthma und Dyspnoe
  • Selten: Muskelzuckungen
  • Selten: Nekrosen und Abschuppungen an der Injektionsstelle, Erschöpfung, Asthenie und Schüttelfrost
  • Selten: Angioödem und Urtikaria
  • Sehr selten: Persistierende Parästhesie mit Hypästhesie und Geschmacksverlust nach mandibulärer Nervenblockade oder Blockade des Nervus alveolaris inferior
  • Nicht bekannt: Euphorische Stimmung
  • Nicht bekannt: Dosisabhängige zentralnervöse Störungen, insbesondere bei zu hoher Dosierung oder versehentlicher intravaskulärer Injektion, mit Unruhe, Nervosität, Stupor, Benommenheit bis zum Bewusstseinsverlust, Koma, Atemstörungen bis zum Atemstillstand sowie Muskelzittern und Muskelzuckungen bis zu generalisierten Krämpfen
  • Nicht bekannt: Nervenläsionen bei fehlerhafter Injektionstechnik oder bedingt durch die anatomischen Verhältnisse im Injektionsgebiet mit möglicher Schädigung des Gesichtsnervs, Fazialisparese und Verminderung der Geschmacksempfindlichkeit
  • Nicht bekannt: Herzrhythmusstörungen, Reizleitungsstörungen einschließlich AV-Block, Herzversagen und Schock sowie lokale oder regionale Hyperämie, Vasodilatation und Vasokonstriktion
  • Nicht bekannt: Dysphagie, Schwellungen der Wangen und Glossodynie
  • Nicht bekannt: Dysphonie bzw. Heiserkeit
  • Nicht bekannt: Verschlimmerung neuromuskulärer Manifestationen beim Kearns-Sayre-Syndrom und Trismus
  • Nicht bekannt: Lokale Schwellungen, Hitze- und Kältegefühl sowie bei versehentlicher intravaskulärer Injektion ischämische Gebiete an der Injektionsstelle bis hin zu Gewebsnekrosen
  • Nicht bekannt: Erythem und Hyperhidrose
  • Natriummetabisulfit kann selten schwere Überempfindlichkeitsreaktionen und Bronchospasmen hervorrufen
  • Methyl-4-hydroxybenzoat in den Mehrfachentnahmeflaschen kann Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen, und selten Bronchospasmen hervorrufen

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:

  • Vor der Anwendung die aktuelle medikamentöse Therapie und Krankheitsgeschichte des Patienten abklären
  • Während der Behandlung den verbalen Kontakt zum Patienten aufrechterhalten
  • Bei Allergierisiko eine Testinjektion mit 5 bis 10 % der vorgesehenen Dosis in Betracht ziehen
  • Geeignete Notfallausrüstung mit Geräten und Arzneimitteln zur Wiederbelebung bereithalten
  • Anwendung ausschließlich durch Ärzte oder Zahnärzte mit ausreichenden Kenntnissen und Erfahrungen in der Diagnose und Behandlung systemischer Vergiftungen oder unter deren Aufsicht
  • Bewusstseinszustand des Patienten nach jeder Injektion überwachen
  • Besondere Vorsicht bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere Hypotonie und instabiler Angina pectoris
  • Besondere Vorsicht bei Epilepsie aufgrund der krampfauslösenden Wirkung von Lokalanästhetika
  • Bei Plasma-Cholinesterase-Mangel die Indikation streng stellen und die Dosis gegebenenfalls reduzieren, da eine verlängerte oder verstärkte Wirkung auftreten kann
  • Bei Nierenerkrankungen und schweren Lebererkrankungen die niedrigste für eine wirksame Anästhesie ausreichende Dosis anwenden
  • Bei Myasthenia gravis unter Behandlung mit Acetylcholinesterasehemmern die niedrigste wirksame Dosis anwenden
  • Bei akuter Porphyrie nur anwenden, wenn keine sicherere Alternative zur Verfügung steht; bei allen Patienten mit Porphyrie geeignete Vorsichtsmaßnahmen treffen
  • Bei begleitender Anwendung halogenhaltiger Inhalationsnarkotika die niedrigste wirksame Dosis verwenden
  • Besondere Vorsicht bei Patienten unter Behandlung mit Thrombozytenaggregationshemmern oder Antikoagulanzien sowie bei Gerinnungsstörungen aufgrund des erhöhten Blutungsrisikos
  • Bei älteren Patienten und Patienten mit Nierenfunktionsstörungen insbesondere bei wiederholter Anwendung auf mögliche erhöhte Plasmaspiegel achten und den Patienten gegebenenfalls engmaschig überwachen
  • Bei schweren Erkrankungen oder labilem Allgemeinzustand eine Verschiebung des zahnmedizinischen Eingriffs in Erwägung ziehen
  • Besondere Vorsicht bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen, Arteriosklerose, zerebralen Durchblutungsstörungen oder Schlaganfall in der Vorgeschichte, chronischer Bronchitis, Lungenemphysem, Diabetes mellitus, schweren Angststörungen oder Anfälligkeit für ein akutes Engwinkelglaukom
  • Nach einem Schlaganfall wird aufgrund des erhöhten Risikos eines erneuten Schlaganfalls empfohlen, die zahnärztliche Behandlung mit Articain und Epinephrin um sechs Monate zu verschieben
  • Bei Diabetes mellitus die mögliche hyperglykämische Wirkung von Epinephrin berücksichtigen
  • Bei Hypoxie, Hyperkaliämie und metabolischer Azidose die Dosis reduzieren
  • Stets die niedrigste für eine wirksame Anästhesie ausreichende Dosis wählen
  • Von einer Injektion in entzündetes oder infiziertes Gewebe wird aufgrund verstärkter Aufnahme bei verminderter Wirksamkeit abgeraten
  • Vor der Injektion sorgfältig in zwei Ebenen aspirieren, um das Risiko einer versehentlichen intravaskulären Injektion zu verringern
  • Nach der Aspiration zunächst 0,1 bis 0,2 ml langsam injizieren und die restliche Lösung frühestens nach 20 bis 30 Sekunden langsam applizieren
  • Injektionsgeschwindigkeit von etwa 1 ml pro Minute einhalten und den Injektionsdruck an die Empfindlichkeit des Gewebes anpassen
  • Bei einem stromschlagartigen Gefühl oder besonders schmerzhafter Injektion die Kanüle etwas zurückziehen, um eine intraneurale Injektion und mögliche Nervenverletzungen zu vermeiden
  • Für Zylinderampullen geeignete Spritzengestelle verwenden und beschädigte Zylinderampullen nicht zur Injektion verwenden
  • Zum Aufziehen der Lösung stets frische, sterile Spritzen und Kanülen verwenden
  • Trübe oder verfärbte Lösungen nicht verwenden
  • Bis zum vollständigen Abklingen der Lokalanästhesie keine Nahrung aufnehmen oder Kaugummi kauen, um Bissverletzungen an Lippen, Wangen, Mundschleimhaut und Zunge zu vermeiden
  • Betreuungspersonen kleiner Kinder auf das erhöhte Risiko versehentlicher Weichteilverletzungen durch das verlängerte Taubheitsgefühl hinweisen
  • Eine versehentliche intravaskuläre Injektion kann schwere zentralnervöse und kardiorespiratorische Reaktionen bis hin zu Koma, Atem- und Kreislaufstillstand auslösen
  • Epinephrin kann die Durchblutung des Zahnfleischs vermindern und lokale Gewebsnekrosen verursachen
  • Natriummetabisulfit kann selten schwere Überempfindlichkeitsreaktionen und Bronchospasmen hervorrufen; bei Gefahr einer allergischen Reaktion ist ein anderes Anästhetikum zu wählen
  • Enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro ml und ist damit nahezu natriumfrei

Verkaufsabgrenzung:

  • Verschreibungspflichtig

Pharmazeutischer Unternehmer:

Septodont GmbH, Felix-Wankel-Str. 9, D-53859 Niederkassel.

Stand der Fachinformation:

April 2025

Weitere Informationen sind der vollständigen Fachinformation zu entnehmen. Bei Fragen oder Unsicherheiten ist die aktuelle Fachinformation maßgeblich.

Lieferumfang

10 Mehrfachentnahme-Flaschen à 20ml

Produkteigenschaften

Artikelnummer
214662
Hersteller
Septodont
Produktgruppe
Anästhetika

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