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Ubistesin™ 1/100.000

Artikelnummer:89016

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50 Zylinderampullen
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Artikelnummer:
89016
Hersteller-Artikelnr.:
2401015
Produktgruppe:
Anästhetika
Lieferumfang

50 Patronen (Zylinderampullen), Kappe silber

Produktbeschreibung

Lokalanästhetikum zur Lokal- und Regionalanästhesie

Kurzbeschreibung:

Ubistesin™ 1/100 000 ist ein Lokalanästhetikum zur Lokal- und Regionalanästhesie bei zahnärztlichen Behandlungen. Die Injektionslösung kombiniert 40 mg/ml Articainhydrochlorid mit 10 Mikrogramm/ml Epinephrin und wird bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 4 Jahren bzw. ab 20 kg Körpergewicht angewendet. Aufgrund des höheren Epinephringehalts ist die Variante insbesondere für komplexere Eingriffe vorgesehen, bei denen eine ausgeprägte Hämostase erforderlich ist. Das Arzneimittel wird in Patronen mit jeweils 1,7 ml Injektionslösung angeboten.

Eigenschaften und Wirkung:

  • Lokalanästhetikum vom Amid-Typ mit Articain und Epinephrin als Vasokonstriktor
  • Articain hemmt reversibel die Schmerzweiterleitung durch Beeinflussung der Natriumdurchlässigkeit erregbarer Membranen
  • Epinephrin verlängert die Wirkdauer von Articain und reduziert das Risiko einer übermäßigen Aufnahme von Articain in den Blutkreislauf
  • Wirkungseintritt innerhalb von 1,5 bis 1,8 Minuten bei Infiltration
  • Wirkungseintritt innerhalb von 1,4 bis 3,6 Minuten bei Nervenblockade
  • Dauer der Pulpenanästhesie mindestens 60 bis 70 Minuten
  • Dauer der Weichgewebsanästhesie 180 bis 360 Minuten

Aufbewahrung und Haltbarkeit:

  • Haltbarkeit 2 Jahre
  • Sofort nach dem Öffnen der Patrone verwenden
  • Nicht über 25 °C lagern
  • Patronen in der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen

Darreichungsform und Packungsinhalt:

  • Klare, farblose Injektionslösung mit einem pH-Wert von 3,6 bis 4,4
  • Zylindrische Patrone aus farblosem Neutralglas, Klasse 1
  • Stopfen und Gummischeibe aus Butylkautschuk
  • Aluminiumkappe aus einer Aluminium-Eisen-Silikon-Legierung
  • Patrone (Zylinderampulle) mit 1,7 ml Injektionslösung
  • Dose mit 50 Patronen zu je 1,7 ml
  • Klinikpackung mit 300 Patronen zu je 1,7 ml

Zusammensetzung:

Arzneimittelwirksame Bestandteile

1 ml Injektionslösung enthält:

  • 40 mg Articainhydrochlorid
  • 10 Mikrogramm Epinephrin (Adrenalin) als Hydrochlorid

1 Patrone mit 1,7 ml Injektionslösung enthält:

  • 68 mg Articainhydrochlorid
  • 17 Mikrogramm Epinephrin (Adrenalin) als Hydrochlorid

Sonstige Bestandteile

  • Natriumsulfit (E 221)
  • Natriumchlorid
  • Salzsäure 14 % zur Einstellung des pH-Wertes
  • Natriumhydroxid-Lösung 9 % zur Einstellung des pH-Wertes
  • Wasser für Injektionszwecke
  • 1 ml Injektionslösung enthält 0,6 mg Natriumsulfit
  • 1 Patrone mit 1,7 ml enthält 1,02 mg Natriumsulfit

Anwendungsbereiche:

  • Lokal- und Regionalanästhesie bei zahnärztlichen Behandlungen
  • Anwendung bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 4 Jahren bzw. ab 20 kg Körpergewicht

Gegenanzeigen:

Ubistesin™ 1/100 000 darf nicht angewendet werden:

  • Bei Überempfindlichkeit gegen Articain oder andere Lokalanästhetika vom Amid-Typ, Epinephrin oder einen der sonstigen Bestandteile
  • Bei Patienten mit unzureichend behandelter Epilepsie

Nebenwirkungen:

  • Häufig: Gingivitis
  • Selten: Allergische, anaphylaktische bzw. anaphylaktoide Reaktionen
  • Selten: Nervosität bzw. Unruhe und Angst
  • Nicht bekannt: Euphorische Stimmung
  • Häufig: Neuropathie mit Neuralgie bzw. neuropathischen Schmerzen, Hypästhesie bzw. Taubheitsgefühl oral, perioral oder fazial, Hyperästhesie, Dysästhesie oral und perioral einschließlich Dysgeusie wie metallischem Geschmack und Geschmacksstörungen, Ageusie, Allodynie, Thermohyperästhesie und Kopfschmerz
  • Gelegentlich: Brennendes Gefühl
  • Selten: Erkrankung des Nervus facialis mit Lähmung und Parese, Horner-Syndrom mit Augenlid-Ptosis, Enophthalmus und Miosis, Somnolenz und Nystagmus
  • Sehr selten: Parästhesie mit persistierender Hypästhesie und Geschmacksverlust oder transiente Parästhesie nach mandibulärer Nervenblockade oder Blockade des Nervus alveolaris inferior
  • Nicht bekannt: Präsynkope bzw. Synkope mit getrübtem Bewusstseinszustand oder Bewusstseinsverlust und Schwindelgefühl sowie Konvulsion bzw. Grand-mal-Anfall
  • Selten: Doppeltsehen durch Lähmung der Augenmuskeln, Sehstörungen mit vorübergehender Blindheit oder verringerter Sehschärfe, Ptosis, Miosis, Enophthalmus, Mydriasis und Augenschmerzen
  • Selten: Hyperakusis und Tinnitus
  • Häufig: Bradykardie und Tachykardie
  • Selten: Palpitationen
  • Nicht bekannt: Reizleitungsstörungen mit AV-Block oder Herzstillstand
  • Häufig: Hypotonie mit Kollapsneigung
  • Gelegentlich: Hypertonie
  • Selten: Hitzewallungen und Blässe
  • Nicht bekannt: Lokale bzw. regionale Hyperämie, Vasodilatation und Vasokonstriktion
  • Selten: Bronchospasmus bzw. Asthma und Dyspnoe
  • Nicht bekannt: Dysphonie bzw. Heiserkeit
  • Häufig: Schwellungen von Zunge, Lippe und Zahnfleisch
  • Gelegentlich: Stomatitis, Glossitis, Übelkeit, Erbrechen und Diarrhö
  • Selten: Exfoliation bzw. Schuppung und Ulzeration des Zahnfleischs bzw. der Mundschleimhaut
  • Nicht bekannt: Dysphagie, Schwellung der Wangen und Glossodynie
  • Gelegentlich: Ausschlag und Pruritus
  • Selten: Angioödem von Gesicht, Zunge, Lippe, Hals oder Kehlkopf bzw. periorbitales Ödem sowie Urtikaria
  • Nicht bekannt: Erythem und Hyperhidrose
  • Gelegentlich: Nackenschmerzen
  • Selten: Muskelzuckungen
  • Nicht bekannt: Verschlimmerung neuromuskulärer Manifestationen beim Kearns-Sayre-Syndrom und Trismus
  • Gelegentlich: Reaktion an der Injektionsstelle
  • Selten: Nekrosen bzw. Abschuppungen an der Injektionsstelle sowie Erschöpfung, Asthenie bzw. Schwäche und Schüttelfrost
  • Nicht bekannt: Lokale Schwellungen, Hitzegefühl und Kältegefühl

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:

  • Vor der Anwendung aktuelle medikamentöse Therapie und Krankheitsgeschichte des Patienten abklären
  • Verbalen Kontakt zum Patienten aufrechterhalten
  • Ausrüstung zur Wiederbelebung bereithalten
  • Bei schweren Erkrankungen und/oder labilem Allgemeinzustand Verschiebung des zahnmedizinischen Eingriffs in Erwägung ziehen
  • Bei Herzrhythmus- und Leitungsstörungen, akuter dekompensierter Herzinsuffizienz, Hypotonie, paroxysmaler Tachykardie oder absoluter Arrhythmie mit schneller Herzfrequenz die niedrigste für eine wirksame Anästhesie ausreichende Dosis anwenden
  • Bei instabiler Angina oder einem weniger als 6 Monate zurückliegenden Myokardinfarkt sowie bei einer innerhalb der letzten 3 Monate erfolgten Koronararterien-Bypass-Operation die niedrigste wirksame Dosis anwenden
  • Bei Einnahme nicht-kardioselektiver Beta-Blocker wie Propranolol das Risiko einer hypertensiven Krise oder schweren Bradykardie berücksichtigen
  • Bei unkontrollierter Hypertonie besondere Vorsicht
  • Bei begleitender Therapie mit trizyklischen Antidepressiva berücksichtigen, dass diese die kardiovaskulären Wirkungen von Epinephrin verstärken können
  • Bei Epilepsie aufgrund der krampfauslösenden Wirkung von Lokalanästhetika sehr vorsichtig anwenden
  • Bei Plasma-Cholinesterase-Mangel nachfolgende Injektionen mit Vorsicht durchführen und Dosierung herabsetzen
  • Bei Nierenerkrankungen die niedrigste für eine wirksame Anästhesie ausreichende Dosis anwenden
  • Bei schweren Lebererkrankungen vorsichtig anwenden
  • Bei Myasthenia gravis unter Behandlung mit Acetylcholinesterasehemmern die niedrigste für eine wirksame Anästhesie ausreichende Dosis anwenden
  • Bei akuter Porphyrie nur anwenden, wenn keine sicherere Alternative zur Verfügung steht; bei allen Patienten mit Porphyrie geeignete Vorsichtsmaßnahmen treffen
  • Bei begleitender Behandlung mit halogenhaltigen Inhalationsnarkotika die niedrigste für eine wirksame Anästhesie ausreichende Dosis anwenden
  • Bei Behandlung mit Thrombozytenaggregationshemmern oder Antikoagulanzien sowie bei Gerinnungsstörungen aufgrund des erhöhten Blutungsrisikos vorsichtig anwenden
  • Bei älteren Patienten insbesondere nach wiederholter Anwendung mögliche erhöhte Plasmaspiegel berücksichtigen, engmaschig überwachen und die niedrigste wirksame Dosis anwenden 
  • Bei kardiovaskulären Erkrankungen, zerebralen Durchblutungsstörungen oder Schlaganfällen in der Vorgeschichte, unkontrolliertem Diabetes, Thyreotoxikose, Phäochromozytom oder Anfälligkeit für ein akutes Engwinkelglaukom aufgrund des geringeren Epinephringehalts die Anwendung von Ubistesin™ 1/200 000 anstelle von Ubistesin™ 1/100 000 erwägen
  • Nach einem Schlaganfall wird empfohlen, die zahnärztliche Behandlung mit Articain/Epinephrin aufgrund des erhöhten Risikos wiederkehrender Schlaganfälle um sechs Monate zu verschieben
  • Epinephrin hemmt den Blutfluss im Zahnfleisch und kann lokale Gewebenekrosen verursachen
  • Bei Injektion in entzündete oder infizierte Bereiche kann die lokalanästhetische Wirkung beeinträchtigt werden
  • Bei Hypoxie, Hyperkaliämie und metabolischer Azidose Dosis reduzieren
  • Aufgrund der Gefahr von Bissverletzungen insbesondere bei Kindern Kaugummikauen und Essen vermeiden, bis das normale Gefühl wiederhergestellt ist
  • Natriumsulfit (E 221) kann selten schwere Überempfindlichkeitsreaktionen und Bronchospasmen hervorrufen
  • Enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Patrone und ist damit nahezu natriumfrei
  • Bei Gefahr einer allergischen Reaktion ein anderes Anästhetikum wählen
  • Vor der Injektion Aspirationsprobe durchführen, um das Risiko einer versehentlichen intravaskulären Injektion zu reduzieren
  • Bei Stromschlaggefühl oder besonders schmerzhafter Injektion die Nadel etwas zurückziehen, um eine intraneurale Injektion und damit verbundene Nervenverletzungen zu vermeiden

Verkaufsabgrenzung:

  • Verschreibungspflichtig

Pharmazeutischer Unternehmer:

Pierrel S.p.A., Strada Statale Appia 7bis, 46/48, 81043 Capua (CE), Italien

Stand der Fachinformation:

  • März 2026

Weitere Informationen sind der vollständigen Fachinformation zu entnehmen. Bei Fragen oder Unsicherheiten ist die aktuelle Fachinformation maßgeblich.

Lieferumfang

50 Patronen (Zylinderampullen), Kappe silber

Produkteigenschaften

Artikelnummer
89016
Hersteller
PIERREL
Produktgruppe
Anästhetika

Zubehörartikel

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