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Scandonest 3 % ohne Vasokonstriktor

Artikelnummer:80008

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Artikelnummer:
80008
Hersteller-Artikelnr.:
6103
Produktgruppe:
Anästhetika
Lieferumfang

50 Zylinderampullen à 1,7 ml

Produktbeschreibung

Lokalanästhetikum

Kurzbeschreibung:

Scandonest 3 % ohne Vasokonstriktor ist ein Lokalanästhetikum mit dem Wirkstoff Mepivacainhydrochlorid zur lokalen und regionalen Schmerzausschaltung bei zahnärztlichen Eingriffen. Die Injektionslösung ermöglicht eine rasch einsetzende Anästhesie ohne Zusatz eines gefäßverengenden Wirkstoffs. Sie ist zur Infiltrations- und Leitungsanästhesie bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern über 4 Jahren mit einem Körpergewicht von etwa 20 kg vorgesehen. Das Arzneimittel ist in Zylinderampullen zur einmaligen Anwendung erhältlich.

Eigenschaften und Wirkung:

  • Lokalanästhetikum vom Säureamid-Typ
  • Wirkstoff Mepivacainhydrochlorid
  • Wirkstoffkonzentration 30 mg/ml (3 %)
  • Ohne zugesetzten Vasokonstriktor
  • Reversible Hemmung der Nervenreizleitung durch Verringerung beziehungsweise Blockade des Natriumioneneinstroms
  • Wirkungseintritt in der Regel innerhalb von 3 bis 5 Minuten
  • Dauer der Pulpa-Anästhesie nach maxillärer Infiltration etwa 25 Minuten
  • Dauer der Pulpa-Anästhesie nach inferiorer Alveolarblockade etwa 40 Minuten
  • Dauer der Weichgewebsanästhesie nach maxillärer Infiltration bis zu 90 Minuten
  • Dauer der Weichgewebsanästhesie nach inferiorer Alveolarblockade etwa 165 Minuten
  • Klare, farblose Injektionslösung
  • pH-Wert zwischen 6,0 und 6,8
  • ATC-Code N01 BB 03

Aufbewahrung und Haltbarkeit:

  • Haltbarkeit 3 Jahre
  • Keine besonderen Lagerbedingungen erforderlich
  • Nicht einfrieren

Darreichungsform und Packungsinhalt:

  • Injektionslösung in Zylinderampullen aus Typ-I-Glas
  • Zylinderampullen mit 1,7 ml oder 2,2 ml Injektionslösung
  • Packungsinhalt 50 Zylinderampullen
  • Zum einmaligen Gebrauch

Zusammensetzung:

Arzneimittelwirksame Bestandteile

  • 1 ml Injektionslösung enthält 30 mg Mepivacainhydrochlorid
  • Jede Patrone mit 1,7 ml Injektionslösung enthält 51 mg Mepivacainhydrochlorid

Sonstige Bestandteile

  • Natriumchlorid
  • Natriumhydroxid (zur Einstellung des pH-Werts)
  • Wasser für Injektionszwecke

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung

  • Jeder ml enthält 0,11 mmol Natrium (2,467 mg/ml)

Anwendungsbereiche:

Scandonest 3% ohne Vasokonstriktor, Injektionslösung ist angezeigt zur lokalen und regionalen Nervenblockade bei zahnheilkundlichen Operationen bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern über 4 Jahren (ca. 20 kg Körpergewicht).

Gegenanzeigen:

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff (oder andere Lokalanästhetika vom Säureamid-Typ) oder einen der genannten sonstigen Bestandteile
  • Kinder unter 4 Jahren (ca. 20 kg Körpergewicht)
  • Schwere Störungen der AV-Knoten-Überleitung des Herzens, die nicht durch einen Herzschrittmacher kompensiert werden
  • Patienten mit unzureichend behandelter Epilepsie

Nebenwirkungen:

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die möglichen Nebenwirkungen nach Anwendung von Scandonest 3% ohne Vasokonstriktor entsprechen weitgehend denen anderer Lokalanästhetika vom Säureamid-Typ. Diese Nebenwirkungen sind in der Regel dosisabhängig und haben ihre Ursache in einem hohen Plasmaspiegel, der durch eine Überdosierung, eine rasche Resorption oder eine versehentliche intravaskuläre Injektion verursacht wurde. Sie können auch durch eine Überempfindlichkeit oder eine verminderte Toleranz des Patienten gegenüber dem Wirkstoff hervorgerufen werden. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind generell systemischer Natur.

Die aufgeführten Nebenwirkungen sind aus Spontanmeldungen und der Literatur bekannt. Die Häufigkeitsangaben erfolgen gemäß folgender Konvention: Sehr häufig (≥1/10), Häufig (≥1/100 bis ≤ 1/10), Selten (≥1/10,000 bis <1/1,000), Sehr Selten (<1/10,000), „Nicht bekannt“ (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Häufig

  • Kopfschmerz

Selten

  • Überempfindlichkeit, anaphylaktoide/anaphylaktische Reaktionen, Angioödem (Gesicht, Zunge, Lippen, Hals, Kehlkopf, Periorbitalödem), Bronchospasmus/Asthma, Urtikaria
  • Neuropathien: Neuralgie, orale/periorale Parästhesie, Hypoästhesie/Taubheit, Dysästhesie einschl. Dysgeusie, Verlust des Geschmackssinns
  • Schwindel, Tremor, tiefe ZNS-Dämpfung (Bewusstlosigkeit, Koma, Krampfanfälle einschl. tonisch-klonischer Krämpfe), Präsynkope, Synkope, Verwirrtheit, Desorientierung, Sprechstörung (z. B. Dysarthrie, Logorrhoe), Ruhelosigkeit/Agitation, Gleichgewichtsstörungen, Schläfrigkeit
  • Sehschwäche, verschwommenes Sehen, Akkommodationsstörungen
  • Vertigo
  • Herzstillstand, Bradyarrhythmie, Bradykardie, Tachyarrhythmie (einschl. ventrikulärer Extrasystolen, Kammerflimmern), Angina Pectoris, AV-Block, Tachykardie, Palpitationen
  • Hypotonie (mit möglichem Kreislaufversagen)
  • Respiratorische Depression, Bradypnoe, Apnoe, Gähnen, Dyspnoe, Tachypnoe
  • Übelkeit, Erbrechen, Ulzeration/Verschorfung von Zahnfleisch und Mundschleimhaut, Schwellung von Zunge, Lippen, Zahnfleisch
  • Ausschlag, Erythem, Pruritus, Gesichtsschwellung, Hyperhidrosis
  • Muskelzuckungen, Schüttelfrost
  • Lokale Schwellung, Schwellung an der Injektionsstelle

Sehr selten

  • Hypertonie

Nicht bekannt

  • Euphorie, Ängstlichkeit/Nervosität
  • Nystagmus
  • Horner-Syndrom, Augenlidlähmung, Enophthalmus, Diplopie, Amaurosis, Mydriasis, Miosis
  • Irritationen des Ohres, Tinnitus, Hyperakusis
  • Myokarddepression
  • Gefäßerweiterung, lokale/regionale Hyperämie
  • Hypoxie (einschl. zerebraler), Hyperkapnie, Dysphonie
  • Stomatitis, Glossitis, Gingivitis, vermehrter Speichelfluss
  • Brustschmerzen, Müdigkeit, Asthenie, Hitzegefühl, Schmerzen an der Injektionsstelle
  • Nervenverletzung

Ergänzende Hinweise

  • Agitiertheit, Ängstlichkeit, Tremor und Sprachschwierigkeiten können Warnzeichen einer ZNS-Depression sein
  • Empfindungsstörungen (inkl. Hyperästhesie) an Lippen, Zunge und Mundschleimhaut v. a. nach mandibulärer Blockade
  • Bissverletzungen während der Betäubung möglich

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:

Besondere Warnhinweise

  • Bei einem Risiko für allergische Reaktionen ist ein alternatives Anästhetikum zu wählen
  • Bei Injektionen in entzündetes oder infiziertes Gewebe kann die lokalanästhetische Wirkung vermindert sein
  • Während der Betäubung besteht insbesondere bei Kindern die Gefahr von Bissverletzungen an Lippen, Wangen, Zunge und Mundschleimhaut
  • Patienten sollten bis zur vollständigen Wiederherstellung des normalen Empfindungsvermögens weder Nahrung noch Kaugummi kauen

Besondere Vorsicht bei bestimmten Patientengruppen

  • Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen, insbesondere peripheren Gefäßerkrankungen, Herzrhythmusstörungen mit ventrikulärem Ursprung, atrioventrikulären Überleitungsstörungen, Herzinsuffizienz oder niedrigem Blutdruck
  • Patienten mit Epilepsie aufgrund des krampfauslösenden Potenzials von Lokalanästhetika
  • Patienten mit Lebererkrankungen, bei denen die niedrigste für eine wirksame Anästhesie erforderliche Dosierung anzuwenden ist
  • Patienten mit Nierenerkrankungen, bei denen ebenfalls die niedrigste wirksame Dosierung zu wählen ist
  • Patienten mit akuter Porphyrie, bei denen das Arzneimittel nur angewendet werden sollte, wenn keine sicherere Alternative verfügbar ist
  • Patienten mit Porphyrie, bei denen geeignete Vorsichtsmaßnahmen erforderlich sind, da das Arzneimittel eine Porphyrie auslösen kann
  • Patienten mit Azidose, beispielsweise infolge einer Verschlechterung der Nierenfunktion oder eines unzureichend eingestellten Typ-1-Diabetes
  • Ältere Patienten, bei denen aufgrund fehlender klinischer Daten eine Dosisreduktion empfohlen wird
  • Patienten, die Thrombozytenaggregationshemmer oder Antikoagulanzien einnehmen oder an Blutgerinnungsstörungen leiden, da ein erhöhtes Blutungsrisiko besteht, das überwiegend mit dem Eingriff zusammenhängt

Vorsichtsmaßnahmen während der Anwendung

  • Die Anwendung darf nur durch medizinisches Fachpersonal erfolgen, das mit der Erkennung und Behandlung systemischer Vergiftungen sowie anästhesiebedingter Notfälle vertraut ist
  • Sauerstoff, Notfallmedikamente, Ausrüstung zur kardiopulmonalen Wiederbelebung und entsprechend qualifiziertes Personal müssen unmittelbar verfügbar sein
  • Eine unverzügliche Behandlung toxischer Reaktionen muss gewährleistet sein, da eine verzögerte Versorgung oder unzureichende Sauerstoffzufuhr schwere Komplikationen bis hin zum Herzstillstand verursachen kann
  • Hypoxämie und metabolische Azidose können die kardiovaskuläre Toxizität verstärken
  • Eine frühzeitige Behandlung von Krampfanfällen sowie die Sicherstellung einer ausreichenden Sauerstoffversorgung und Atemwegskontrolle sind von besonderer Bedeutung
  • Bei gleichzeitiger Anwendung weiterer Arzneimittel kann eine umfassendere Überwachung des Patienten erforderlich sein

Natriumgehalt

  • Das Arzneimittel enthält 24,67 mg Natrium pro 10 ml Injektionslösung (empfohlene Höchstdosis)
  • Dies entspricht 1,23 % der von der WHO empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme von 2 g für Erwachsene

Verkaufsabgrenzung:

  • Verschreibungspflichtig

Pharmazeutischer Unternehmer:

Septodont GmbH, Felix-Wankel-Str. 9, D-53859 Niederkassel

Stand der Fachinformation:

  • April 2020

Weitere Informationen sind der vollständigen Fachinformation zu entnehmen. Bei Fragen oder Unsicherheiten ist die aktuelle Fachinformation maßgeblich.

Lieferumfang

50 Zylinderampullen à 1,7 ml

Produkteigenschaften

Artikelnummer
80008
Hersteller
Septodont
Produktgruppe
Anästhetika

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