Allgemein
UVP 47,53 €
40,15 €
Verkauf nur an Apotheken, Arzneimittelgroßhändler, Praxen für Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie sowie Zahnarztpraxen. Bitte beachte, dass Arzneimittel gem. Arzneimittelrecht außerhalb berechtigter Gewährleistungsansprüche von Rücknahme und Umtausch ausgeschlossen sind.
Lokalanästhetikum
Mepivastesin ist ein Lokalanästhetikum auf Basis von Mepivacainhydrochlorid zur Lokal- und Regionalanästhesie bei zahnärztlichen Eingriffen. Die Injektionslösung enthält keinen zusätzlichen Vasokonstriktor und zeichnet sich durch einen raschen Wirkungseintritt aus. Sie eignet sich zur Infiltrations- und Leitungsanästhesie bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern über 4 Jahren. Das Arzneimittel wird in gebrauchsfertigen Glaspatronen zur zahnärztlichen Anwendung angeboten.
Arzneimittelwirksamer Bestandteil
Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung
Sonstige Bestandteile
Mepivastesin wird angewendet zur Lokal- und Regionalanästhesie bei zahnärztlichen Eingriffen bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern über 4 Jahren (ca. 20 kg Körpergewicht).
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die möglichen Nebenwirkungen nach Anwendung von Mepivastesin entsprechen weitgehend denen anderer Lokalanästhetika vom Säureamid-Typ. Diese Nebenwirkungen sind in der Regel dosisabhängig und haben ihre Ursache in einem hohen Plasmaspiegel, der durch eine Überdosierung, eine rasche Resorption oder eine versehentliche intravaskuläre Injektion verursacht wurde. Sie können auch durch eine Überempfindlichkeit oder eine verminderte Toleranz des Patienten gegenüber dem Wirkstoff hervorgerufen werden. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind generell systemischer Natur.
Die aufgeführten Nebenwirkungen sind aus Spontanmeldungen und der Literatur bekannt. Die Häufigkeitsangaben erfolgen nach folgender Konvention: Sehr häufig (>1/10), Häufig (>1/100 bis < 1/10), Selten (≥1/10,000 bis <1/1,000), Sehr Selten (<1/10,000), „Nicht bekannt“ (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Erkrankungen des Immunsystems
Selten:
Überempfindlichkeit, anaphylaktoide und anaphylaktische Reaktionen, Angioödem (Gesicht, Zunge, Lippen, Hals, Kehlkopf, Periorbitalödem), Bronchospasmus/Asthma, Urtikaria
Psychiatrische Erkrankungen
Nicht bekannt:
Euphorie, Ängstlichkeit/Nervosität
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig:
Kopfschmerz
Selten:
Neuropathien, Neuralgie (Neuropathischer Schmerz), orale und periorale Parästhesie (z.B. Brennen, Prickeln, Stechen, Kribbeln, Lokales Kälte- oder Hitzeempfinden, ohne ersichtlichen physikalischen Grund), Hypoästhesie/Taubheit (oral und perioral), Dysästhesie (oral und perioral), einschließlich Dysgeusie (z.B. metallischer Geschmack, gestörter Geschmackssinn), Verlust des Geschmacksinns, Schwindel (Benommenheit), Tremor³, tiefe Dämpfung des ZNS: Bewusstlosigkeit, Koma, Krampfanfälle (einschließlich tonisch-klonischer Krämpfe), Präsynkope, Synkope, Zustand der Verwirrtheit, Desorientierung, Sprechstörung³ (z.B. Dysarthrie, Logorrhoe), Ruhelosigkeit/Agitation³, Gleichgewichtsstörungen, Schläfrigkeit
Nicht bekannt:
Nystagmus, Parosmie (gestörter Geruchssinn)
Augenerkrankungen
Selten:
Sehschwäche, Verschwommenes Sehen, Akkommodationsstörungen
Nicht bekannt:
Horner-Syndrom, Augenlidlähmung, Enophthalmus, Diplopie (Paralyse der Oculomotor-Muskel, Okulomotoruslähmung), Blindheit (Amaurosis), Mydriasis, Miosis
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
Selten:
Benommenheit (Vertigo)
Nicht bekannt:
Irritationen des Ohres, Tinnitus, Hyperakusis
Herzerkrankungen
Selten:
Herzstillstand, Bradyarrhythmie, Bradykardie, Tachyarrhythmie (einschließlich ventrikulärer Extrasystole und Kammerflimmern), Angina Pectoris, Erregungsleitungsstörung (atrioventrikulärer Block), Tachykardie, Palpitationen
Nicht bekannt:
Myokard Depression
Gefäßerkrankungen
Selten:
Hypotonie (mit möglichem Kreislaufversagen)
Sehr selten:
Hypertonie
Nicht bekannt:
Gefäßerweiterung, Lokale/regionale Hyperämie, Pallor (Blässe)
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Selten:
Respiratorische Depression, Bradypnoe, Apnoe (Atemstillstand), Gähnen, Dyspnoea, Tachypnoe
Nicht bekannt:
Hypoxie (einschließlich zerebraler Hypoxie), Hypercapnie, Dysphonie (Heiserkeit)
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Selten:
Übelkeit, Erbrechen, Ulzeration und Verschorfung des Zahnfleischs und der oralen Mucosa, Schwellung von Zunge, Lippen, Zahnfleisch, Dysphagie (Schluckstörung)
Nicht bekannt:
Stomatitis, Glossitis, Gingivitis, Erhöhte Speichelsekretion
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Selten:
Ausschlag (Eruption), Erythema, Pruritus, Anschwellen des Gesichts, Hyperhidrosis (Schwitzen oder Perspiration)
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Selten:
Muskelzuckungen, Schüttelfrost
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Selten:
Lokale Schwellung, Schwellung an der Injektionsstelle
Nicht bekannt:
Brustschmerzen, Müdigkeit, Asthenie (Schwäche), Hitzegefühl, Schmerzen an der Injektionsstelle
Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
Nicht bekannt:
Verletzung eines Nervs
Besondere Warnhinweise
Besteht ein Risiko für eine allergische Reaktion, so sollte ein anderes Arzneimittel für die Anästhesie gewählt werden.
Die lokalanästhetische Wirkung kann herabgesetzt sein, wenn Mepivastesin in einen entzündeten oder infizierten Bereich injiziert wird.
Hinweis für den Patienten: Es liegt ein Risiko für Bissverletzungen (Lippen, Wangen, Schleimhaut und Zunge) vor, insbesondere bei Kindern; Patienten sollten darauf hingewiesen werden, dass sie das Kauen von Kaugummi oder Nahrung vermeiden sollen, bis ihr normales Empfindungsvermögen wieder hergestellt ist.
Mepivacain darf nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden:
Mepivacain sollte bei Patienten mit Funktionsstörungen des Herzens mit Vorsicht angewendet werden, da sie weniger in der Lage sind eine Verschlechterung zu kompensieren oder eine Verschlechterung aufgrund einer Verlängerung der AV-Knoten-Überleitung eintreten kann.
Epilepsie-Patienten
Aufgrund ihrer krampfauslösenden Wirkungen sollten alle Lokalanästhetika mit großer Vorsicht angewendet werden.
Patienten mit einer Lebererkrankung
Die niedrigste mögliche Dosierung, die noch zu einer wirksamen Anästhesie führt, sollte angewendet werden.
Patienten mit einer Nierenerkrankung
Die niedrigste mögliche Dosierung, die noch zu einer wirksamen Anästhesie führt, sollte angewendet werden.
Patienten mit einer Porphyrie
Mepivastesin™ sollte bei Patienten mit einer akuten Porphyrie nur dann angewendet werden, wenn es keine sicherere Alternative gibt. Bei allen Patienten mit Porphyrie sollten entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden, da dieses Arzneimittel eine Porphyrie auslösen könnte.
Patienten mit einer Azidose
Bei Azidose, etwa im Zusammenhang mit einer Verschlechterung einer Nierensuffizienz oder unzureichend eingestelltem Typ-I-Diabetes mellitus, sollte das Arzneimittel mit Vorsicht angewendet werden.
Ältere Patienten
Die Dosierung sollte bei älteren Patienten verringert werden (da keine klinischen Daten vorliegen).
Patienten mit beeinträchtigter Blutgerinnung
Mepivacain sollte bei Patienten mit Vorsicht angewendet werden, die Thrombozytenaggregationshemmer / Antikoagulanzien einnehmen oder an einer Blutgerinnungsstörung leiden, da sie ein erhöhtes Blutungsrisiko tragen. Das erhöhte Blutungsrisiko ergibt sich eher durch den Eingriff als durch das Arzneimittel.
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Pierrel S.p.A., Strada Statale Appia 7bis, 46/48, 81043 Capua (CE), Italy
Weitere Informationen sind der vollständigen Fachinformation zu entnehmen. Bei Fragen oder Unsicherheiten ist die aktuelle Fachinformation maßgeblich.
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