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Ultracain® D ohne Adrenalin

Artikelnummer:214658

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Zylinderampullen 10er
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Verkauf nur an Apotheken, Arzneimittelgroßhändler, Praxen für Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie sowie Zahnarztpraxen. Bitte beachte, dass Arzneimittel gem. Arzneimittelrecht außerhalb berechtigter Gewährleistungsansprüche von Rücknahme und Umtausch ausgeschlossen sind.

Artikelnummer:
214658
Hersteller-Artikelnr.:
12043X
Produktgruppe:
Anästhetika
Lieferumfang
10 Zylinderampullen à 1,7ml

Produktbeschreibung

Standard-Lokalanästhetikum ohne Adrenalin

Kurzbeschreibung:

Ultracain® D ohne Adrenalin ist ein Lokalanästhetikum zur Infiltrations- und Leitungsanästhesie in der Zahnheilkunde. Die adrenalinfreie Injektionslösung mit 40 mg/ml Articainhydrochlorid eignet sich vor allem für kurze Eingriffe bei Patienten, die aufgrund bestimmter Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder einer Allergie gegen Sulfit kein Adrenalin erhalten dürfen, sowie zur Injektion kleiner Volumina, beispielsweise in der Frontzahnregion oder im Bereich des Gaumens. Das Arzneimittel ist als Zylinderampulle mit 1,7 ml und als Ampulle mit 2 ml erhältlich.

Eigenschaften und Wirkung:

  • Lokalanästhetikum vom Säureamidtyp zur Terminal- und Leitungsanästhesie
  • Anwendung, wenn der Zusatz von Adrenalin nicht erforderlich oder kontraindiziert ist
  • Reversible Hemmung der Erregbarkeit vegetativer, sensorischer und motorischer Nervenfasern durch Articain
  • Blockade spannungsabhängiger Natriumkanäle an der Membran der Nervenfaser als vermuteter Wirkmechanismus
  • Wirkungseintritt nach 1 bis 3 Minuten
  • Effektive Anästhesiedauer ca. 20 Minuten
  • Articain wird im Serum zu 95 % an Plasmaproteine gebunden
  • Eliminationshalbwertszeit nach intraoraler submuköser Applikation 25,3 ± 3,3 Minuten
  • Metabolisierung zu 10 % in der Leber, hauptsächlich durch Plasma- und Gewebe-Esterasen
  • Renale Ausscheidung hauptsächlich als Articainsäure
  • Bei Kindern vergleichbare Gesamtexposition nach vestibulärer Infiltrationsanästhesie wie bei Erwachsenen, jedoch schnelleres Erreichen der maximalen Serumkonzentration

Aufbewahrung und Haltbarkeit:

  • Haltbarkeit 3 Jahre
  • Für das Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich
  • Nicht einfrieren
  • Reste von angebrochenen Ampullen oder Zylinderampullen sind zu verwerfen

Darreichungsform und Packungsinhalt:

  • Klare, farblose Injektionslösung
  • Zylinderampullen aus Glas mit je 1,7 ml Injektionslösung
  • 10 Zylinderampullen zu je 1,7 ml
  • 100 Zylinderampullen zu je 1,7 ml
  • Ampullen aus Glas mit je 2 ml Injektionslösung
  • 10 Ampullen zu je 2 ml

Zusammensetzung:

Arzneimittelwirksame Bestandteile

1 ml Injektionslösung enthält:

  • 40 mg Articainhydrochlorid

Eine Zylinderampulle mit 1,7 ml enthält:

  • 68 mg Articainhydrochlorid

Eine Ampulle mit 2 ml enthält:

  • 80 mg Articainhydrochlorid FI_de_2137038_20250005768_

Sonstige Bestandteile

  • Natriumchlorid
  • Wasser für Injektionszwecke
  • Natriumhydroxid zur pH-Wert-Einstellung
  • Salzsäure zur pH-Wert-Einstellung

Anwendungsbereiche:

  • Infiltrationsanästhesie in der Zahnheilkunde
  • Leitungsanästhesie in der Zahnheilkunde
  • Kurze Eingriffe bei Patienten, die aufgrund bestimmter Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen kein Adrenalin erhalten dürfen
  • Kurze Eingriffe bei Patienten mit Allergie gegen den Hilfsstoff Sulfit
  • Injektion kleiner Volumina
  • Anwendung in der Frontzahnregion
  • Anwendung im Bereich des Gaumens

Gegenanzeigen:

Ultracain® D ohne Adrenalin darf nicht angewendet werden:

  • Bei Überempfindlichkeit gegen Articain oder andere Lokalanästhetika vom Amidtyp oder einen der sonstigen Bestandteile
  • Bei schweren Störungen des Reizbildungs- oder Reizleitungssystems am Herzen, beispielsweise AV-Block II. oder III. Grades oder ausgeprägter Bradykardie
  • Bei akuter dekompensierter Herzinsuffizienz
  • Bei schwerer Hypotonie
  • Bei unzureichend behandelter Epilepsie

Die intravenöse Anwendung ist kontraindiziert.

Nebenwirkungen:

  • Häufig: Hypästhesie
  • Häufig: Übelkeit und Erbrechen
  • Gelegentlich: Schwindel
  • Nicht bekannt: Allergische oder allergieähnliche Überempfindlichkeitsreaktionen mit ödematöser Schwellung und/oder Entzündung an der Injektionsstelle sowie unabhängig von der Injektionsstelle mit Rötung, Juckreiz, Konjunktivitis, Rhinitis, Gesichtsschwellung bzw. Angioödem mit Schwellung von Ober- und/oder Unterlippe und/oder Wangen, Glottisödem mit Globusgefühl im Rachen und Schluckbeschwerden, Urtikaria und Atembeschwerden bis hin zum anaphylaktischen Schock
  • Nicht bekannt: Parästhesie mit persistierender Hypästhesie, Ageusie und Dysgeusie nach mandibulärer Nervenblockade oder Blockade des Nervus alveolaris inferior
  • Nicht bekannt: Dosisabhängige zentralnervöse Störungen, besonders bei zu hoher Dosierung oder versehentlicher intravaskulärer Injektion, mit Unruhe, Nervosität, Stupor, Benommenheit bis zum Bewusstseinsverlust, Koma, Atemstörungen bis zum Atemstillstand sowie Muskelzittern und Muskelzuckungen bis zu generalisierten Krämpfen
  • Nicht bekannt: Nervenläsionen bei fehlerhafter Injektionstechnik oder bedingt durch die anatomischen Verhältnisse im Injektionsgebiet mit möglicher Schädigung des Gesichtsnervs, Fazialisparese und Verminderung der Geschmacksempfindlichkeit
  • Nicht bekannt: Nervosität, Angst und euphorische Stimmung
  • Nicht bekannt: Sehstörungen wie verschwommenes Sehen, Doppeltsehen, Mydriasis und Blindheit während oder kurz nach der Injektion von Lokalanästhetika im Kopfbereich, im Allgemeinen vorübergehend
  • Nicht bekannt: Hyperakusis und Tinnitus
  • Nicht bekannt: Hypotonie, Bradykardie, Herzversagen und Schock, unter Umständen lebensbedrohlich
  • Nicht bekannt: Schwellung von Zunge, Lippe, Zahnfleisch oder Gesicht, Exfoliation bzw. Schuppung und Ulzeration der Mundschleimhaut, Stomatitis, Glossitis, Glossodynie, Dysphagie und Diarrhö
  • Nicht bekannt: Bronchospasmus, Asthma, Dyspnoe und Dysphonie bzw. Heiserkeit
  • Nicht bekannt: Nackenschmerzen, Verschlimmerung neuromuskulärer Manifestationen beim Kearns-Sayre-Syndrom und Trismus

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:

  • Bei Patienten mit Cholinesterasemangel Indikation streng stellen, da mit verlängerter und unter Umständen verstärkter Wirkung zu rechnen ist
  • Besondere Vorsicht bei Patienten mit Angina Pectoris
  • Besondere Vorsicht bei Patienten mit Arteriosklerose
  • Besondere Vorsicht bei Patienten mit Störungen der Blutgerinnung
  • Besondere Vorsicht bei Patienten mit schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen
  • Besondere Vorsicht bei Patienten mit anamnestisch bekannter Epilepsie
  • Bei Myasthenia gravis unter Behandlung mit Acetylcholinesterasehemmern die niedrigste für eine wirksame Anästhesie ausreichende Dosis anwenden
  • Bei akuter Porphyrie nur anwenden, wenn keine sicherere Alternative zur Verfügung steht; bei allen Patienten mit Porphyrie geeignete Vorsichtsmaßnahmen treffen
  • Von einer Injektion in entzündetes oder infiziertes Gebiet wird aufgrund verstärkter Aufnahme bei herabgesetzter Wirksamkeit abgeraten
  • Bei Hypoxie, Hyperkaliämie und metabolischer Azidose Dosis reduzieren
  • Unruhe, Angst, Nervosität, Muskelzittern oder -zucken, Tinnitus, verschwommenes oder doppeltes Sehen sowie Sprachstörungen wie Dysarthrie oder Logorrhö können Anzeichen einer ZNS-Depression sein
  • Bei Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln wie Heparin oder Acetylsalicylsäure erhöhte Blutungsneigung berücksichtigen; eine versehentliche Gefäßpunktion kann zu ernsthaften Blutungen führen
  • Dosierung so niedrig wie möglich wählen
  • Vor der Injektion sorgfältig in zwei Ebenen aspirieren, um eine versehentliche intravaskuläre Injektion zu vermeiden
  • Nicht geeignet für länger dauernde Eingriffe über 20 Minuten sowie für größere zahnärztlich-chirurgische Eingriffe
  • Bis zum Abklingen der Lokalanästhesie keine Nahrung aufnehmen
  • Betreuer kleiner Kinder auf das Risiko versehentlicher Weichteilgewebsverletzungen durch das verlängerte Taubheitsgefühl hinweisen
  • Enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro ml und ist damit nahezu natriumfrei

Verkaufsabgrenzung:

  • Verschreibungspflichtig

Pharmazeutischer Unternehmer:

Septodont GmbH, Felix-Wankel-Str. 9, D-53859 Niederkassel

Stand der Fachinformation:

  • Februar 2024

Weitere Informationen sind der vollständigen Fachinformation zu entnehmen. Bei Fragen oder Unsicherheiten ist die aktuelle Fachinformation maßgeblich.

Lieferumfang

10 Zylinderampullen à 1,7ml

Produkteigenschaften

Artikelnummer
214658
Hersteller
Septodont
Produktgruppe
Anästhetika

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