Antiseptische Lösung
Chlorhexamed® PRAXIS 0,2 % ist eine gebrauchsfertige antiseptische Lösung mit 0,2 % Chlorhexidinbis(D-gluconat) zur Anwendung in der Zahnarztpraxis. Sie dient zur vorübergehenden Keimzahlverminderung im Rahmen zahnmedizinischer Eingriffe im Mundraum und wird vor der Behandlung unverdünnt als Mundspülung angewendet. Die Lösung ist ausschließlich für die Anwendung in der Zahnheilkunde durch den Zahnarzt bestimmt.
Eigenschaften und Wirkung:
Mundhöhlenantiseptikum zur Anwendung in der Zahnheilkunde
Enthält 0,2 g Chlorhexidinbis(D-gluconat) pro 100 ml Lösung
Breite antimikrobielle Wirkung gegen grampositive und gramnegative Bakterien
Gebrauchsfertige Lösung zur unverdünnten Anwendung
Zur Keimzahlreduktion im Mundraum und damit auch im Aerosol
Mundspülung mit 10 ml Lösung für 1 Minute
Klare bis leicht opalisierende, farblose Lösung
Pfefferminzgeruch
Nur zur Anwendung in der Mundhöhle
Für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren; bei Kindern von 6 bis 12 Jahren Anwendung erst nach Rücksprache mit Arzt oder Zahnarzt
Aufbewahrung und Haltbarkeit:
Haltbarkeit 28 Monate
Nach Anbruch 6 Monate haltbar
Nicht über 25 °C lagern
Darreichungsform und Packungsinhalt:
Lösung zur Anwendung in der Mundhöhle
PET-Flasche mit Schraubverschluss aus Polypropylen
600 ml Lösung
Mit Dosierkappe
Arzneimittelwirksame Bestandteile
100 ml Lösung enthalten 0,2 g Chlorhexidinbis(D-gluconat)
Sonstige Bestandteile
Gereinigtes Wasser
Sorbitol-Lösung 70 % (nicht kristallisierend) (Ph. Eur.)
Glycerol
Macrogolglycerolhydroxystearat (Ph. Eur.)
Pfefferminz-Aroma mit Benzylalkohol, Citral, Citronellol, Eugenol, Geraniol, Limonene und Linalool
Mundhöhlenantiseptikum zur Anwendung in der Zahnheilkunde durch den Zahnarzt
Zur vorübergehenden Keimzahlverminderung im Rahmen von zahnmedizinischen Eingriffen im Mundraum
Chlorhexamed® PRAXIS 0,2 % darf nicht angewendet werden bei:
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
Ulzerationen der Mundschleimhaut
Erosiv-desquamativen Veränderungen der Mundschleimhaut
Personen, die das Schlucken nicht richtig kontrollieren können, darunter Kinder unter 6 Jahren
Kindern unter 6 Jahren
Die Häufigkeitsangaben werden in der Fachinformation wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10.000 bis < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Erkrankungen des Immunsystems
Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen, unter anderem Urtikaria, Erythem und Pruritus
Sehr selten: anaphylaktischer Schock
Bei entsprechend sensibilisierten Patienten können durch Pfefferminz-Aroma Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Atemnot ausgelöst werden
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Sehr häufig: belegte Zunge
Häufig: reversible Beeinträchtigung des Geschmackempfindens
Häufig: reversibles Taubheitsgefühl der Zunge
Häufig: reversible Verfärbungen der Zahnhartgewebe
Häufig: reversible Verfärbungen von Restaurationen, unter anderem Füllungen, und der Zungenpapillen
Häufig: kribbelndes oder brennendes Gefühl auf der Zunge zu Beginn der Behandlung
Häufig: trockener Mund
Selten: verstärkte Zahnsteinbildung
Selten: reversible desquamative Veränderungen der Mukosa
Selten: reversible Parotisschwellung
Selten: Zahnfleischblutung
Nicht bekannt: Reizungen (Irritationen) der Mundschleimhaut
Reversible Beeinträchtigungen des Geschmackempfindens, reversibles Taubheitsgefühl sowie ein kribbelndes oder brennendes Gefühl auf der Zunge zu Beginn der Behandlung verschwinden gewöhnlich bei fortgesetzter Anwendung. Halten die Nebenwirkungen länger an, muss ein Arzt oder Apotheker konsultiert werden.
Reversiblen Verfärbungen der Zahnhartgewebe, Restaurationen und Zungenpapillen kann zum Teil durch sachgemäße Anwendung entsprechend der Dosierungsanleitung sowie durch reduzierten Rotwein-, Kaffee- oder Teekonsum vorgebeugt werden. Bei Vollprothesen empfiehlt sich ein Spezialreiniger.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:
Nur zur Anwendung in der Mundhöhle
Chlorhexamed® PRAXIS 0,2 % darf nicht geschluckt werden
Chlorhexamed® PRAXIS 0,2 % darf nicht ins Auge, in die Augenumgebung oder in den Gehörgang gebracht werden
Bei versehentlichem Kontakt mit Auge, Augenumgebung oder Gehörgang mit reichlich Wasser ausspülen
Bei Intensivpflegepatienten ist der Kontakt zur Gehirnhaut und zum Zentralnervensystem zu vermeiden
Bei Wundgefühl, Schwellung oder Reizung im Mund ist die Behandlung abzubrechen
Bei Schwellung oder Schwierigkeiten beim Atmen das Produkt nicht weiterverwenden und sofort einen Arzt aufsuchen
Zu Beginn der Behandlung kann es zu reversibler Beeinträchtigung des Geschmackempfindens, Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Brennen der Zunge kommen
Diese Beschwerden verschwinden gewöhnlich bei fortgesetzter Anwendung; hält der Zustand an, muss ein Arzt konsultiert werden
Es können Verfärbungen an Zähnen und Zunge auftreten
Diese Verfärbungen sind nicht dauerhaft und können großteils durch einen reduzierten Konsum von Tee, Kaffee und Rotwein verhindert werden
Eventuelle Verfärbungen an Zähnen, Füllungen und Zahnersatz können durch Zähneputzen mit normaler Zahncreme vor der Anwendung weitestgehend verhindert werden
Zahnprothesen sind mit einem handelsüblichen Prothesenreiniger ebenfalls vor der Anwendung zu reinigen
Dennoch auftretende Verfärbungen können durch intensives Putzen mit der Zeit wieder entfernt werden, in hartnäckigen Fällen durch professionelle Reinigung durch den Zahnarzt
Macrogolglycerolhydroxystearat (Ph. Eur.) kann Hautreizungen hervorrufen
Das Arzneimittel enthält einen Duftstoff mit Benzylalkohol, Citral, Citronellol, Eugenol, Geraniol, Limonene und Linalool
Benzylalkohol, Citral, Citronellol, Eugenol, Geraniol, Limonene und Linalool können allergische Reaktionen hervorrufen
Bei entsprechend sensibilisierten Patienten können durch Pfefferminz-Aroma Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Atemnot ausgelöst werden
Pharmazeutischer Unternehmer:
Haleon Germany GmbH, 80258 München
Stand der Fachinformation:
Weitere Informationen sind der vollständigen Fachinformation zu entnehmen. Bei Fragen oder Unsicherheiten ist die aktuelle Fachinformation maßgeblich.