Für wen ist die Kategorie geeignet – und wofür?
Zahnärzt:innen & Praxisteams: digitale Modelle, Schienen, Bohrschablonen, Provisorien – schnell, reproduzierbar und wirtschaftlich.
Zahntechniker:innen: hochpräzise Modelle, individuelle Löffel, Aufbissschienen, temporäre Restaurationen – mit fein justierbarer Schichtdicke und Materialvielfalt.
Ausbildungs‑ & Lehrlabore: prozesssichere, einfach zu bedienende Systeme für standardisierte Lern- und Herstellungsabläufe.
Die wichtigsten Produktgruppen in dieser Kategorie
Stärken: hohe Maßhaltigkeit, kontrollierte Schichtdicken, dentalvalidierte Materialien, bedienfreundliche Interfaces.
Typische Technologien:
DLP/UV‑LED (z.B. Asiga MAX™, Asiga MAX 2™, Asiga Ultra™): präzise Schichtdickenkontrolle (SPS™), autokalibrierende UV‑LED, 4K‑Bildauflösung (Ultra™) – geeignet für feindetaillierte Teile.
LCD/Light Engine (z.B. PrograPrint® PR5): präzise Projektion, Kartuschensystem mit kontaktloser Materialerkennung (RFID) – saubere Handhabung und Materialsicherheit.
Filament/FDM (z.B. SIMPLEX 3D‑Filament‑Drucker): dentalspezifisch abgestimmt, „Plug & Print“ über speziell entwickelte Slicer‑Software, gesundheitlich unbedenkliche Materialien – ideal für stabile Studien- und Situationsmodelle.
Zweck: schonende, zuverlässige Entfernung von Harzresten für reproduzierbare Oberfläche und Passung.
Beispiele:
RS Wash: vollautomatisierte Reinigung in ca. 6–8 Min., Verbrauch von Reinigungsmitteln auf ein Minimum reduziert.
PrograPrint® Clean: TÜV‑geprüft, robuste Edelstahlkonstruktion, abgestimmte Halterung für die PrograPrint Stage.
HinriPrint Wash II: präzise, schonende Reinigung; einfache Entleerung; luftdichter Deckel für sichere Lagerung.
3. 3D‑Polymerisationsgeräte
Zweck: kontrollierte Nachhärtung für Mechanik, Biokompatibilität und Oberflächengüte.
Beispiele:
RS Cure: schnelle Aushärtung (ca. 6–10 Min.), leistungsstarke LEDs + Heizung + Vakuum, homogene Härtung im UV‑A/UV‑B‑Bereich.
PCU LED N2: Tiefenhärtung für Mechanik & Biokompatibilität; zwei Härteumgebungen wählbar; zuschaltbare Stickstoff‑Umgebung für Teile ohne Inhibitionsschicht – besonders relevant für Labor‑ und Medizinprodukte.
PrograPrint® Cure: breites LED‑Spektrum, hohe Lichtleistung, Bedienung über Farb‑Touchdisplay.
Die 3 relevantesten Produkte/Produktlinien
1. SIMPLEX 3D‑Filament‑Drucker (Scheu‑Dental)
Warum wählen? Dentalspezifische FDM‑Lösung mit „Plug & Print“ Workflow; unkomplizierter Einstieg, robuste Modelle, gesundheitlich unbedenkliche Materialien – ideal für Praxen, die stabile Studienmodelle benötigen.
2. RS Wash (Reinigungsgerät)
Warum wählen? Vollautomatische, zeitsparende Reinigung (ca. 6–8 Min.), minimierter Mittelverbrauch und schonende Entfernung von Harzresten – sorgt für reproduzierbare Oberflächen vor der finalen Aushärtung.
3. RS Cure (Polymerisationsgerät)
Warum wählen? Schnelle, homogene UV‑A/UV‑B‑Aushärtung mit unterstützender Heizung und Vakuum – stabilisiert mechanische Eigenschaften und verbessert die Oberfläche für passgenaue klinische Ergebnisse.
Ebenfalls stark nachgefragt: Asiga MAX™/MAX 2™/Ultra™ (präzise DLP‑Serie mit SPS™ und autokalibrierender UV‑LED), PrograPrint® PR5 (Light Engine, Kartuschensystem, RFID‑Erkennung) sowie Primeprint Solution (integrierter Workflow samt Design mit CEREC‑Software oder DS Core Create).
Führende Hersteller & ihre Stärken in dieser Kategorie
Scheu‑Dental: mit SIMPLEX eine dentalspezifische Filament‑Drucklösung inkl. „Plug & Print“. Fokus: einfache Bedienung, prozesssichere Modelle. Ivoclar Vivadent: PrograPrint® Systemfamilie (PR5, Clean, Cure) – präzise Light Engine, RFID‑Materialerkennung, TÜV‑geprüfte Reinigung, komfortable Touch‑Bedienung. Dentsply Sirona (Primeprint Solution & cabinet): durchgängiger Digital‑Workflow mit CEREC‑Software bzw. DS Core Create; platzsparende Möbelintegration (Primeprint cabinet) für effiziente Aufstellung. Ernst Hinrichs (HinriPrint Wash II): praxisnahe, sichere Reinigungslösungen mit einfacher Entleerung und luftdichten Komponenten für stabile Prozesse.
(Weitere Hersteller in der Kategorie: u.a. Dreve Dentamid – z.B. PCU LED N2 mit optionaler N₂‑Härtung; Renfert; KAPPLER; Prusa Medical.)
Auswahlhilfe: so triffst du schnell die richtige Entscheidung
Vergleichskriterien (auf einen Blick):
Bauraum & Auflösung: Bauvolumen, native Pixelgröße/DLP‑Optik, 4K‑Bildauflösung (z.B. Asiga Ultra™).
Schichtdicke & Kontrolle: SPS™‑basierte Schichtüberwachung, autokalibrierende UV‑LED.
Materialworkflow: validierte Resins, Kartuschensystem, RFID‑Materialerkennung (PrograPrint®).
Nachbearbeitung: automatisierte Reinigung (RS Wash), Aushärtung mit UV‑A/UV‑B und optionalem N₂ (PCU LED N2).
Bedienung & IT: Touchscreen, webbasierte Steuerung/Überwachung, Netzwerk‑Integration (WLAN).
Praxis/Labor‑Setup: Stellfläche, Möbelintegration (Primeprint cabinet), Prozesssicherheit.
Praxisnahe Empfehlungen:
Feine, detailkritische Teile (Schienen, Guides): DLP/LCD mit kontrollierter Schichtdicke (z.B. Asiga MAX™/Ultra™, PrograPrint® PR5) + RS Cure/PCU LED N2.
Robuste Modelle/Studienzwecke: SIMPLEX 3D‑Filament‑Drucker – unkompliziert, wirtschaftlich, stabil.
Durchgängiger Workflow aus einer Hand: Primeprint Solution mit Primeprint cabinet für platzsparende Geräteanordnung und integriertes Design.
Anwendung, Pflege & Lagerung – meine Profi‑Tipps
Reinigung: nutze passende Reinigungsgeräte (z.B. RS Wash, PrograPrint® Clean, HinriPrint Wash II) und halte die empfohlenen Zeiten/Mittel ein, um Harzreste sicher zu entfernen.
Aushärtung: für Biokompatibilität und Mechanik ist eine homogene UV‑A/UV‑B‑Härtung entscheidend; bei anspruchsvollen Medizinprodukten hilft die Stickstoff‑Umgebung (PCU LED N2), um die Inhibitionsschicht zu vermeiden.
Materialhandling: Kartuschensysteme mit RFID (PrograPrint®) erhöhen Sicherheit; Resins kühl, lichtgeschützt lagern und Chargen dokumentieren.
Kalibrierung & Wartung: regelmäßige Autokalibrierung (sofern vorhanden) nutzen; Bauplattform reinigen, Optik/Filter prüfen, Firmware aktuell halten.
Qualitätssicherung: Testdrucke/Validierung vor Serienfertigung; Bauteile nachbearbeiten (Waschen, Trocknen, Post‑Cure) gemäß Herstellerangaben.
Welche Drucktechnologie passt zu meiner Indikation?
Für detailkritische Teile empfehle ich DLP/LCD mit präziser Schichtkontrolle (z.B. Asiga MAX™, PrograPrint® PR5). Für stabile Modelle ist FDM/Filament (SIMPLEX) oft die wirtschaftlichste Wahl.
Brauche ich zwingend Reinigungs‑ und Polymerisationsgeräte?
Ja, für maßhaltige, biokompatible Ergebnisse sind Waschen und Post‑Cure integrale Prozessschritte (z.B. RS Wash + RS Cure, PrograPrint® Clean + Cure, PCU LED N2).
Wofür ist die Stickstoff‑Umgebung beim Aushärten gut?
Sie reduziert die Sauerstoffinhibition an der Oberfläche und verbessert die Mechanik/Oberflächengüte – relevant bei Labor‑ und Medizinprodukten (siehe PCU LED N2).
Wie stelle ich Materialsicherheit her?
Setze auf validierte Materialien und Systeme mit RFID‑Erkennung/Kartuschen (PrograPrint®). Dokumentiere Chargen und beachte die Herstellerangaben.
Kann ich die Systeme in eine kleine Praxis integrieren?
Ja – mit kompakten Möbel‑/Stelllösungen wie dem Primeprint cabinet und Geräten mit Touch/Web‑Control passt der Workflow auch in begrenzte Räume.
Verwandte Kategorien & Ratgeber
Zu den konkreten Produktseiten in dieser Kategorie findest du u.a.:
Asiga MAX™/MAX 2™/Ultra™, PrograPrint® PR5/Clean/Cure, Primeprint Solution, SIMPLEX 3D‑Filament‑Drucker, RS Wash, RS Cure, PCU LED N2, HinriPrint Wash II, Prusa Medical CW ONE, Primeprint cabinet.