Allgemein


25.03.2026
Seit 2025 hat sich die Frage „Amalgam oder Komposit?“ grundlegend gewandelt. Durch die neue EU-Verordnung wird Dentalamalgam in der Regelversorgung praktisch nicht mehr verwendet.
Seit dem 1. Januar 2025 ist Amalgam in der EU weitgehend verboten, mit wenigen medizinischen Ausnahmen.
Für dich als Praxisinhaber:in bedeutet das einen klaren Paradigmenwechsel: Statt quecksilberhaltiger Materialien stehen jetzt adhäsive, biokompatible und minimalinvasive Alternativen im Mittelpunkt.
Ich zeige dir anhand von Praxisbeispielen und wissenschaftlichen Erkenntnissen, welche Materialien heute wirklich wichtig sind und wie du die passende Entscheidung triffst.
Amalgam ist kein Standardmaterial mehr und nur noch in streng begründeten Ausnahmefällen zulässig.
| Kriterium | Komposit | Glasionomerzement | Keramik |
| Haltbarkeit | Hoch (7–12 Jahre) | Mittel (3–6 Jahre) | Sehr hoch (>15 Jahre) |
| Ästhetik | Sehr hoch | Mittel | Exzellent |
| Verarbeitung | Technik-sensitiv | Einfach | CAD/CAM / Labor |
| Feuchtigkeitstoleranz | Niedrig | Mittel | Niedrig |
| Biokompatibilität | Gut | Sehr gut | Exzellent |
| Kosten | Mittel | Niedrig–mittel | Hoch |
| Minimalinvasivität | Hoch | Hoch | Hoch |
Auch wenn Amalgam theoretisch noch in Einzelfällen erlaubt ist, gilt praktisch:
Strategische Einordnung:
Amalgam gehört nicht mehr zu modernen Behandlungskonzepten. Jede Praxis sollte sich jetzt ganz auf Alternativen einstellen. Wichtig: Für eine zukunftssichere Praxis steht die Ausrichtung auf Komposit, GIZ und Keramik im Mittelpunkt.
Komposite sind heute nicht nur ein Ersatz, sondern oft sogar die bessere Lösung.
Mit dem Wegfall von Amalgam gewinnt GIZ an Bedeutung, insbesondere als Ergänzung zu Komposit.
GIZ hat eine wichtige präventionsorientierte Rolle und ergänzt Komposit bedarfsgerecht.
Indirekte keramische Restaurationen sind heute die langfristig stabilste Option.
Ein aktueller Trend: Moderne Chairside-CAD/CAM-Technik macht keramische Versorgungen im Praxisalltag leichter zugänglich und praktischer.
Der Wegfall von Amalgam erfordert eine klare neue Systematik:
Das Ende von Amalgam fördert neue Materialien und moderne Behandlungskonzepte.
Wichtig ist: Damit die Praxis rechtlich sicher bleibt, sollten die Abläufe aktiv angepasst werden.
Standard heute:
Nicht mehr Standard:
Seit 2025 wird Amalgam kaum noch verwendet. Komposit ist Standard; Keramik und GIZ werden gezielt ergänzt.
Für dich bedeutet das:
Der Schwerpunkt liegt jetzt weniger auf der Materialwahl als vielmehr auf Technik, Indikation und Qualität der Abläufe.
1. Ist Amalgam in der EU vollständig verboten?
Seit 2025 ist die Verwendung weitgehend untersagt, mit wenigen medizinischen Ausnahmen.
2. Warum wurde Amalgam verboten?
Der Hauptgrund ist der Quecksilbergehalt sowie dessen Umwelt- und Gesundheitsrisiken.
3. Was ersetzt Amalgam heute?
Vor allem Komposit, ergänzt durch Glasionomerzemente und Keramik.
4. Ist Komposit genauso langlebig wie Amalgam?
Bei korrekter Anwendung erreicht das Komposit eine vergleichbare Haltbarkeit.
5. Wird GIZ jetzt häufiger eingesetzt?
Ja, insbesondere bei Kindern und in schwierigen klinischen Situationen.
6. Müssen alte Amalgamfüllungen entfernt werden?
Nein, ein Austausch ist nur bei klinischer Indikation notwendig.
7. Welche Rolle spielt Keramik künftig?
Sie gewinnt weiter an Bedeutung, insbesondere durch digitale Fertigungstechniken.


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